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Erste Hilfe für die Seele

Grevesmühlen Erste Hilfe für die Seele

Notfallbegleiter gibt es seit 13 Jahren im Landkreis Nordwestmecklenburg. Für ihre Arbeit wird Verstärkung gesucht.

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Als Pastor im Ruhestand leitet Dietrich Voß (75) aus Schönberg das Notfallseelsorgeteam Nordwestmecklenburg-West. Er sucht Mitstreiter.

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. Die Notfallseelsorge – in manchen Landkreisen auch Notfallbegleitung genannt – ist ein Angebot für Menschen in Krisensituationen. Die ehrenamtlichen Helfer kommen dort zum Einsatz, wo Menschen plötzlich mit dem Tod oder schwerwiegenden Notfällen konfrontiert werden.

Einer von ihnen ist Dietrich Voß aus Schönberg, der zugleich das Notfallseelsorgeteam Nordwestmecklenburg-West leitet. Es unterstützt die Arbeit von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr, beispielsweise wenn ein schwerer Verkehrsunfall stattgefunden hat. Alarmiert werden die Helfer über die Rettungsleitstelle. „Wir helfen, Angehörige zu kontaktieren, vermitteln weitere Ansprechpartner und sind einfach für die Betroffenen da. Wenn jemand keine Hilfe möchte, dann drängen wir uns nicht auf“, verdeutlicht der 75-jährige Pastor im Ruhestand.

Das Überbringen einer Todesnachricht gehört zu den unangenehmsten Dingen der ehrenamtlichen Tätigkeit. Das Nordwestmecklenburger Team sucht dringend neue Mitglieder. Die Notfallseelsorger sind seit 2004 im Landkreis aktiv und setzen dort an, wo der Rettungsdienst und die Polizei aufhört; dann, wenn die Sanitäter und die Beamten die Wohnung verlassen und die Angehörigen mit ihrer Trauer, ihren Ängsten und Sorgen allein sind.

Doch in der Gruppe sind momentan nur noch vier aktive Notfallseelsorger für den gesamten westlichen Teil des Landkreises Nordwestmecklenburg. Abgedeckt werden müssen die Bereiche Grevesmühlen, Klützer Winkel, Gadebusch und Schönberger Land. Der Bereitschaftsdienst erstreckt sich von Montag bis Montag – 24 Stunden am Tag. Dietrich Voß hat gerade drei Wochen Bereitschaftsdienst hinter sich, da Kollegen krank oder im Urlaub sind. Er selbst zählte im vergangenen Jahr sechs Einsätze.

Jana Franke

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