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Falsche Polizisten ergaunern von Rentnerin 30 000 Euro

Greifswald Falsche Polizisten ergaunern von Rentnerin 30 000 Euro

Betrüger gaben vor, Frau vor Diebesbande schützen zu wollen / Sprecherin warnt vor Betrugsmasche

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Mit diesem Dienstausweis weisen sich richtige Polizisten aus. Lassen Sie ihn sich zeigen, wenn jemand als Polizist vor Ihrer Tür steht.

Quelle: Foto: Polizei

Greifswald. Zwei Betrügern ist es gelungen, von einer 80-jährigen Frau aus der Greifswalder Stadtrandsiedlung 30000 Euro zu ergaunern. Die beiden Männer hätten sich als Polizisten ausgegeben und der Rentnerin vorgegaukelt, sie vor einer Diebesbande schützen zu wollen, teilte Nicole Buchfink vom Polizeipräsidium Neubrandenburg gestern mit. Sie warnt ausdrücklich vor solchen Maschen und bittet alle Betroffenen, unbedingt Anzeige zu erstatten.

 

OZ-Bild

„„Wir gehen von äußerst pro- fessionellen und mobilen Tätergruppen aus.“ Nicole Buchfink, Sprecherin Polizeipräsidium Neubrandenburg

Die Rentnerin hatte bereits in der vergangenen Woche einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss erhalten. Es meldete sich ein Oberkommissar Schwarz und teilte ihr mit, dass die Polizei Jugendliche nach Einbruchsdiebstählen festgenommen habe. Diese hätten eine Liste potentieller Opfer mit sich geführt, auf der auch der Name der Seniorin stehe. Nachdem der falsche Polizist das Vertrauen der Rentnerin erlangt hatte, erfragte er die Bargeld- und Kontostände der Geschädigten. Der Betrüger bot ihr an, das Geld in sichere Verwahrung zu nehmen, da sie immer noch Opfer der Jugendlichen werden könne. Die 80-Jährige begab sich daraufhin zu ihrer Bank und hob ihr Angespartes ab. Wie der falsche Oberkommissar Schwarz ihr versprochen hatte, erschien am Abend der „Polizeibeamte Blau“, welchem sie über 30000 Euro persönlich übergab.

Den Abholer beschrieb die Geschädigte als schlanken, etwa 20 bis 30 Jahre alten und etwa 1,75 Meter großen Mann mit Oberlippenbart und schwarzem Haar. Trotz seines südländischen Aussehens habe er akzentfrei Deutsch gesprochen.

Ähnliche Betrugsfälle häufen sich. Die Polizei spricht von einer hohen Dunkelziffer. „Wir gehen von äußerst professionellen und mobilen Tätergruppen aus. Dass jemand auf derart perfide Maschen hereinfällt, ist gut nachvollziehbar“, sagt Nicole Buchfink vom Polizeipräsidium Neubrandenburg. Niemand müsse sich dafür schämen, betont sie.

OZ

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