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Feuer in der Bodden-Therme

Ribnitz-Damgarten Feuer in der Bodden-Therme

Im Keller des Freizeitbades in Ribnitz-Damgarten brach am Samstagabend ein Feuer aus. Drei Badegäste sind durch Rauchgas leicht verletzt worden.

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Die Freiwillige Feuerwehr Ribnitz-Damgarten war mit mehr als 40 Einsatzkräften der Züge aus Damgarten, Ribnitz und Klockenhagen ausgerückt.

Quelle: Robert Niemeyer

Ribnitz-Damgarten. Schock für die Badegäste und Mitarbeiter der Bodden-Therme am Samstagabend in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen). Im Keller des Freizeitbades war gegen 19.50 Uhr ein Brand ausgebrochen. Drei Kinder sind nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Neubrandenburg durch Rauchgas leicht verletzt worden. Laut Betreiber des Freizeitbades beträgt die Schadenshöhe etwa 100 000 Euro.

 

Die drei Kinder im Alter von zwölf und 13 Jahren wurden nach Angaben der Polizei wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vor Ort versorgt. Eines der Kinder, ein zwölfjähriger Junge, wurde zur weiteren Behandlung in eine Klinik nach Stralsund gebracht. Sechs weitere Personen klagten über Beschwerden. Sie wurden untersucht, mussten aber nicht behandelt werden.

66 Badegäste und neun Mitarbeiter der Bodden-Therme waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in dem Gebäude. Es wurde sofort nach dem Eintreffen der Rettungskräfte evakuiert. Mehr als 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten waren im Einsatz. Sie brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Unmittelbar nach den Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen auf.

Schalter löst Brand aus

Bereits am Samstagabend vermutete die Polizei einen technischen Defekt als Ursache des Brandes. Der Anfangsverdacht hat sich inzwischen bestätigt. Das hat die Untersuchung durch einen Brandursachenermittler am Sonntag ergeben. „Im Keller der Bodden-Therme hat eine Schaltvorrichtung des Blockheizkraftwerkes gebrannt“, erklärte am Sonntag der Ribnitz-Damgartener Bürgermeister Frank Ilchmann (parteilos). Ilchmann hat sich am Sonntagmorgen den Brandort angeschaut und mit den Mitarbeitern der Bodden-Therme gesprochen. „Es war zum Glück alles nicht so schlimm, wie es im ersten Moment schien und wie es in der Stadt erzählt wurde“, sagte Ilchmann. Um den Lautstärkepegel während des Betriebs auf ein Minimum zu reduzieren, sei das Blockheizkraftwerk mit Schaumstoff isoliert. Und eben diese Schaumstoffisolierung habe die starke Rauchentwicklung erzeugt.

Ab Montag wieder geöffnet

„Der enorme Rauch hat sich am Samstagabend im ganzen Freizeitbad verteilt“, schilderte der Bürgermeister. „Am schlimmsten verqualmt war der Umkleidebereich“, sagte Feuerwehrsprecher Berthold Moog. Damit der Rauch abziehen konnte, haben die Mitarbeiter am Sonntag stark gelüftet. Die Bodden-Therme blieb am Sonntag für Besucher geschlossen. „Aus technischen Gründen“, wie es auf einem Hinweisschild im Eingangsbereich stand. Ab Montag soll das Freizeitbad jedoch wieder geöffnet sein, wie Frank Ilchmann am Sonntagabend ankündigte.

Kind geht es inzwischen besser

Dem am Samstagabend in die nahegelegene Stralsunder Kinderklinik eingelieferten Jungen  soll es den Angaben zufolge inzwischen wieder besser gehen. Der Zwölfjährige konnte bereits wieder nach Hause entlassen werden.„Der starke Rauch, das Aufgebot von Feuerwehr und Rettungswagen, es war ein ziemlicher Schreck für uns“, schilderte Christine Sturm (36), die mit ihrem Freund am Samstagabend zu den evakuierten Badegästen gehörte.

Detlef Lübcke Robert Niemeyer

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