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Feuer zerstört Wohnhaus in Damgarten

Ribnitz-Damgarten Feuer zerstört Wohnhaus in Damgarten

Nachbarn alarmierten Donnerstag gegen 23.30 Uhr die Feuerwehr / Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Gebäude schon in Flammen / Verletzt wurde niemand

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Das Einfamilienhaus in Damgarten wurde durch das Feuer komplett zerstört.

Quelle: Anika Wenning

Ribnitz-Damgarten. In der Nacht zu Freitag ist ein Einfamilienhaus in der Saaler Chaussee in Ribnitz-Damgarten bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Nachbarn hatten das Feuer gegen 23.30 Uhr bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Ingrid Lehnhoff, die direkt nebenan wohnt, saß der Schreck gestern noch in den Gliedern. „Ich hatte ferngesehen und wollte ins Bett gehen. Ich dachte erst noch, dass jemand Raketen steigen lässt. Als ich aber aus dem Fenster schaute, stand schon das ganze Haus in Flammen“, erzählte die 68-Jährige. Ein Nachbar habe ihre Hecke und ihr Haus mit dem Gartenschlauch abgespritzt, damit das Feuer nicht übergreife.

OZ-Bild

Nachbarn alarmierten Donnerstag gegen 23.30 Uhr die Feuerwehr / Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Gebäude schon in Flammen / Verletzt wurde niemand

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Die Chance, aus diesem Haus noch jemanden lebend rauszuholen, ging gegen Null.“Feuerwehrsprecher

Berthold Moog

Anfangs war noch unklar, ob sich in dem brennenden Haus Personen befinden. „Wenn sich der Hauseigentümer nicht bei uns meldet, müssen wir immer davon ausgehen, dass jemand in dem Gebäude ist“, erklärt der Ribnitz-Damgartener Feuerwehrsprecher Berthold Moog.

Da sich beim Eintreffen der Damgartener Kameraden das Feuer allerdings schon so weit ausgebreitet hatte, habe es keine Möglichkeit gegeben, in das Gebäude zu gelangen. „Die Chance, aus diesem Haus noch jemanden lebend rauszuholen, ging gegen Null. Wir mussten alles tun, um das nahe gelegene Haus zu schützen. Und das ist uns auch gelungen“, sagte Berthold Moog. Der Bewohner des Hauses konnte im Laufe des Tages von der Polizei erreicht werden und bestätigte, dass niemand zu Hause gewesen sei.

Sieben Wehren – Ribnitz, Damgarten, Hessenburg, Saal, Hermannshof, Ahrenshagen und Klockenhagen – wurden alarmiert. 64 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes erschwerte die Löscharbeiten erheblich. Wegen des Entstehens giftiger Gase benötigten die Brandbekämpfer zusätzliche Träger von Atemschutzgeräten. Den zuerst eingetroffenen Einsatzkräften standen zwei Hydranten zur Verfügung. „Da sie aber beide an der gleichen Leitung hängen, reichte die Wassermenge nicht aus“, erklärte der Feuerwehrsprecher. „Wir hatten zeitgleich bis zu sieben Schläuche im Einsatz, um das Feuer zu löschen.“ Durch den Einsatz des neuen Schlauchwagens der Freiwilligen Feuerwehr Klockenhagen konnte vom Templer Bach über knapp 500 Meter eine Wasserverbindung hergestellt werden. „Das Fahrzeug verfügt insgesamt über 1500 Meter Schlauch“, berichtete Berthold Moog.

Die zuerst alarmierte Damgartener Feuerwehr waren bis 6.30 Uhr im Einsatz. „Sie mussten während der Nacht noch mehrmals Glutnester löschen. Und nach so einem Einsatz müssen alle Freiwilligen ganz normal morgens zu Arbeit. Das ist schon eine beachtenswerte Leistung“, sagte Berthold Moog.

Das Feuer ist laut Polizei nach bisherigen Erkenntnissen in einem Zimmer des Hauses ausgebrochen. Konkrete Angaben zur Brandursache könnten noch nicht gemacht werden. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung würden nicht vorliegen. Der Sachschaden wird auf mehr als 100000 Euro geschätzt.

Anika Wenning und Timo Richter

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