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Flammeninferno: 300 000 Euro Schaden

Turow Flammeninferno: 300 000 Euro Schaden

Mehr als 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in der Nacht zum Donnerstag in Turow im Einsatz

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Ein ausgebrannter Transporter vor dem ebenfalls von den Flammen zerstörten Garagenkomplex. Fotos (2): Raik Mielke

Turow. Fassungslos starrt Udo Lüttkemöller auf das, was einmal seine Scheune war. Die Wände sind eingestürzt, verkohlte Balken türmen sich auf einem Haufen, mehrere Autos — darunter ein Traktor und zwei Oldtimer — sind ausgebrannt. „Mein Kopf ist völlig leer, ich kann gerade gar nichts denken“, sagt Udo Lüttkemöller leise. Er hält seine Hände vor. Sie zittern.

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Mehr als 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in der Nacht zum Donnerstag in Turow im Einsatz

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Mein Kopf ist völlig leer, ich kann gerade gar nichts denken.“ Udo Lüttkemöller, Besitzer des abgebrannten Gebäudes

Mitten in der Nacht sei es gewesen, als er aus dem Bett geklingelt wurde. Da standen bereits mehrere auf dem Hof stehende Gebäudeteile lichterloh in Flammen. „Ich hatte nichts gemerkt“, sagt er. Das Feuer breitete sich aus, griff auch auf zwei benachbarte Garagen über. Die darin abgestellten Pkw brannten ebenso aus wie ein davor geparkter Kleintransporter. Der Gesamtschaden liegt ersten Schätzungen zufolge bei 300000 Euro.

Zuerst am Einsatzort waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Grimmen. „Wir konnten noch ein Fahrzeug vor den Flammen retten. Haben dann sofort die Wasserversorgung aufgebaut“, erklärt Grimmens Wehrführer Olaf Clasen. Immer mehr Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren aus Leyerhof, Tribsees, Deyelsdorf, Glewitz, Grammendorf/Rodde und Zarrentin trafen in Turow ein. „Es ging darum, das Wohngebäude, in dem insgesamt fünf Personen leben, zu sichern. Dies ist uns gelungen“, erklärt Clasen. Mehr als 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Während einige nach 90 Minuten den Einsatz beendeten, schoben andere noch Brandwache. Wie lange die Retter mit den Löscharbeiten beschäftigt waren — Udo Lüttkemöller kann es nicht sagen. Jedes Zeitgefühl sei verloren gegangen. „Aber es wurde schon hell“, sagt er. Seine Stimme zittert.

„Das Zusammenspiel der einzelnen Wehren hat sehr gut funktioniert“, ist Clasen mit dem Einsatzgeschehen zufrieden und erklärt: „Die brennenden Objekte waren nicht mehr zu retten. Wir konnten aber eine weitere Ausdehnung des Großbrandes verhindern.“

Auch gestern lagen im gesamten Dorf verteilt noch dutzende dicke rote Wasserschläuche, andere schlängelten sich ein paar hundert Meter die Straße entlang bis zum Hydranten. Die Brandursachenermittler nahmen ihre Arbeit auf und suchten in dem verkohlten Trümmerhaufen nach Beweisen zur Brandursache. „Ein abschließendes Ergebnis liegt noch nicht vor“, erklärte eine Polizeisprecherin am Abend.

Von Raik Mielke und Claudia Noatnick

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