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Flüchtlinge: Heim wird nach Zwischenfällen geräumt

Rostock Flüchtlinge: Heim wird nach Zwischenfällen geräumt

Minderjährige Asylbewerber in Groß Klein werden auf andere Einrichtungen verteilt. Polizei hatte von Anfang an Bedenken gegen die Unterkunft.

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Notunterkunft für minderjährige Flüchtlinge in Groß Klein wird geräumt.

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Seit Monaten gärt es im Rostocker Stadtteil Groß Klein rund um eine Unterkunft für jugendliche Flüchtlinge. Aggressive Proteste von rechten Gruppen, linke Gegendemonstrationen und mehrere Fälle von sexueller Belästigung hatten die Stimmung immer weiter aufgeheizt. Jetzt lässt Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) die Luft aus dem Kessel: Die rund zwei Dutzend Jugendlichen werden in andere Unterkünfte verlegt.

Die Maßnahme war offenbar mit Polizei und dem Schweriner Innenministerium abgesprochen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte gestern: „Die Polizeiinspektion Rostock hatte von Anfang an Bedenken, die das Innenministerium auch teilte, gegen die Standortwahl. Deshalb hat das Innenministerium der Stadt Rostock geraten, die unbegleiteten minderjährigen Ausländer aus der Einrichtung in Groß Klein zu nehmen.“

Kritik kommt unter anderem vom Rostocker Bürgerschaftsabgeordneten Torsten Sohn (Grüne): „Ich bedauere diese Entscheidung, das ist eine Katastrophe für den Stadtteil.“ Er sehe in Groß Klein keine gegenseitigen Provokationen, betonte Sohn, der auch in der Initiative „Rostock nazifrei“ engagiert ist. „Vielmehr haben die Gegner den Trägerverein immer wieder gezielt aufgesucht und teilweise mit 20 bis 40 Personen regelrecht belagert.“

Axel Büssem

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