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Folgenreiche Fummelei am Auspuff

Stralsund Folgenreiche Fummelei am Auspuff

Mit ihrem Job sorgen sie für Sicherheit in der Hansestadt / Hier geben Polizisten Einblick in ihre Arbeit

Stralsund. Da staunte die Besatzung des Streifenwagens nicht schlecht. Vor ihrem Fahrzeug fuhr einer jener Motoroller, die sonst eher die Geschwindigkeit aus dem nachfolgenden Verkehr nehmen. Das knatternde Zweirad vor dem, Polizeiauto trug ein Versicherungskennzeichen, wie es für Mopeds üblich ist, war dafür aber reichlich flott unterwegs.

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Polizeigespräch

„Die etwa 70 Kilometer pro Stunde, die die Kollegen auf ihrem Tacho ablasen, waren für diese Klasse von Motoroller einfach zu schnell“, sagt Dietmar Grotzky, Leiter des Polizeihaupreviers der Hansestadt.

Also entschieden sich die Beamten zu einer Verkehrskontrolle und stoppten den flotten Roller samt Fahrer. Unterm Helm kam allerdings kein pubertärer Jugendlicher im Geschwindigkeitsrausch zu Vorschein, sondern ein gesetzter Herr im Alter von 56 Jahren.

Nach einem Blick in die Zulassung war klar. Das Gefährt durfte eigentlich nur bis zu 45 km/h schnell sein. Mit den Beobachtungen der Beamten konfrontiert, räumte der Zweiradpilot ein, bei den technischen Möglichkeiten des Rollers etwas nachgeholfen zu haben. „Der Trick bestand offenbar darin, dass sich über das Abgasmanagement der Motor schneller machen ließ“, berichtet der Revierleiter.

Der Mann hatte offenbar so lange am Auspuff gebastelt, bis der Motorroller richtig auf Touren kam. Damit sollten sogar bis zu 75 Sachen möglich sein, wie er nicht ohne Stolz berichtete.

Jedoch sollten die Leidenschaft für Geschwindigkeit und die Bastelei nicht ohne Folgen für den Geschwindigkeitsfanatiker bleiben. „Durch die technischen Veränderungen an dem Fahrzeug war die Betriebserlaubnis für den Roller erloschen. „Dazu kommen ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und ein Steuervergehen“, zählt Dietmar Grotzky auf. Die Fahrerlaubnis blieb dem Mann glücklicherweise erhalten. Mit seinem Führerschein hätte er auch Motorräder bewegen dürfen.

Jörg Mattern

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Barth
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