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Frau wird Opfer von Betrug

Wismar Frau wird Opfer von Betrug

Polizei warnt vor Phishing von Daten beim Onlinebanking

Wismar. Eine Wismarerin ist Opfer von Bankbetrügern geworden. Als sie in den vergangenen Tagen einen Anruf bekam, zeigte ihr Handy im Display die Rufnummer ihres Bankinstituts aus Nordwestmecklenburg an.

Es meldete sich ein akzentfrei, hochdeutsch sprechender Mann. Er begrüßte die Frau mit ihrem Familiennamen und als Kundin der Bank und stellte sich selbst als ein Mitarbeiter dieser vor. Angeblich würde es ein Sicherheitsproblem mit der Smartphone-App des Geldinstituts geben, sodass ein sicheres Onlinebanking über diese App derzeit nicht gewährleistet sei. Aus diesem Grunde würde die Kundin jetzt eine SMS mit einem Downloadlink erhalten. Die unter diesem Link hinterlegte Anwendung solle die Kundin auf ihrem Smartphone installieren, womit das Sicherheitsproblem der App gelöst sein soll.

Die Frau folgte den Anweisungen und installierte die Anwendung auf ihrem Smartphone, danach wurde das Gespräch beendet. Erst zwei Tage später bemerkte sie, dass es zahlreiche nicht von ihr autorisierte Buchungen auf ihrem Konto gegeben hatte. Offenbar hatte die von ihr auf ihrem Smartphone installierte Anwendung, ohne dass die Kundin es bemerkte, die in der Originalapp hinterlegten Zugangsdaten des Onlinebankings ausgelesen und in der weiteren Folge mehrere von der Bank via SMS verschickte mTANs, von ihr unbemerkt, an die Täter weitergeleitet.

Die Polizei rät, angezeigten Telefonnummern eines Anrufers nicht zu trauen – diese könnten manipuliert worden sein. Außerdem sollten keine Anwendungen, die nicht Bestandteil des Google Playstores sind, installiert werden. Dazu sollte auf dem Mobilgerät die Funktion „Unbekannte Quellen“ deaktiviert werden. Zudem sei ein Antivirenprogramm, das regelmäßig aktualisiert wird, sinnvoll.

OZ

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