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Grimmen schlittert durch den Schnee

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Winterleid und Winterfreuden: Stromausfall, Glätte und Schneeballschlacht

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Winterfreuden: Tom, Maik, John und Piet nutzten gleich die ersten Schneeflocken gestern Mittag für eine Schneeballschlacht an der Neubauer- Grundschule. FOTOS (3): ALMUT JAEKEL

Grimmen. Die Straßen verwandelten sich in Rutschbahnen, einige Stadtteile Grimmens waren zeitweise ohne Strom, im Gymnasium fiel der Nachmittagsunterricht aus.

OZ-Bild

Winterleid und Winterfreuden: Stromausfall, Glätte und Schneeballschlacht

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Mitarbeiter des Stromversorgers Edis waren stundenlang unterwegs, um die Störungen zu beseitigen. Und an der Regionalen Schule in Reinberg wurde der für gestern Abend geplante „Tag der offenen Tür“

abgesagt.

„Dieter“ ist schuld. Das Tief gleichen Namens bescherte Grimmen gestern den ersten Schneesturm des Jahres. In und rings um die Stadt wirbelten gegen Mittag die ersten Flocken vom Himmel, gestürmt hatte es vorher schon ordentlich. Wenn die Meteorologen recht behalten, ist das erst der Anfang. Tief Dieter soll in den nächsten Tagen so richtig durchstarten. Und dann soll es nicht nur Schnee sondern auch überfrierenden Regen und böenartigen Wind geben. „Kraftfahrer sollten sich unbedingt auf die Witterungsbedingungen einstellen und ihre Fahrweise den Gegebenheiten anpassen“, sagte Polizeipressesprecherin Ilka Pflüger. Bis zum späten Nachmittag verzeichneten die Beamten fünf Unfällen, bei denen es zum Glück jedoch nur bei Blechschäden blieb. So kollidierten in Grimmen in der Nordpromenade gegen 13.35 Uhr zwei Pkw. Der Sachschaden betrug etwa 500 Euro. Gegen 13:40 Uhr fuhr ein Pkw zwischen den Ortschaften Müggenwalde und Quitzin zunächst gegen einen Baum und rutschte dann in den Straßengraben. Verletzte gab es auch dort keine, lediglich einen Blechschaden in Höhe von 2000 Euro. Auf der L 30 zwischen Grimmen und Bartmannshagen musste gegen 14 Uhr ein Pkw geborgen werden. Auf der Autobahn 20 kam ein Pkw auf der Höhe des Parkplatzes „Trebeltal“ von der Fahrbahn ab und fuhr gegen die Leitplanke. Der Schaden betrug 3 500 Euro.

Im Bremerhagener Forst blickt Revierförster Hendric Wojtek mit Sorge in die Baumkronen. Schon dem jüngsten Sturm in der vergangenen Woche fielen einige Bäume zum Opfer. Eschenstämme liegen wie ein Riesenmikado im Wald, eine 200-jährige Eiche wurde entwurzelt, einigen Fichten knickten die Kronen weg oder wurden ganz gefällt. Wie die beiden etwa 25 Meter hohen Nadelbäume an der alten Waldimkerei. „Es war ein riesiges Glück, dass sie nicht auf das Gebäude gefallen sind“, sagt Woitek erleichtert. Insgesamt schätzt er, dass dieser Sturm 200 Festmeter Holz auf dem Gewissen hat.

Mit Blick auf die gegenwärtige Wetterlage rät er Waldbesuchern, immer einen achtsamen Blick in die Höhe zu haben. Vorsicht sei geboten, da noch weitere Bäume in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. „Spaziergänger sollten auf Kronen und starke Äste achten, die durch Sturm oder Schneelasten runterfallen und Menschen verletzen können“, warnt er. Und bei Sturm sollte sowieso niemand in den Wald gehen. „Viel zu gefährlich“, warnt der Förster.

Freude und Ausgelassenheit dagegen herrschte bei Grimmens Schülern. „Endlich Schnee“, jubelte John und stürzt sich mit seinem Schulkameraden Piet, Maik und Tom in eine Schneeballschlacht. Die Neubauer-Grundschüler ließen die weißen Bälle durch die Luft fliegen. Auch Nele Rahn freute sich über die weiße Pracht. Und das nicht nur, weil für die Gymnasiasten gestern wegen der Wetterkapriolen der Nachmittagsunterricht ausfiel. „Endlich ist richtig Winter“, sagte Nele. Im Gymnasium entschied Schulleiter Norbert Kasch, die Schüler mit den 14 Uhr-Bussen nach Hause zu schicken, weil der Schnee im Laufe des Nachmittags zunehmen und später in Regen übergehen sollte, und die Straßen damit in Schlitterbahnen verwandeln würde.

Claudia Noatnick

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