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Großeinsatz im Recyclingwerk

Miltzow Großeinsatz im Recyclingwerk

70 Einsatzkräfte testen sich beim Miltzower Amtsfeuerwehrtag

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Dennis Schulz (li) und Hauke Pries beim Schaumangriff. Fotos (2): Walter Scholz

Miltzow. Keine Sirene ist zu hören. Dennoch haben viele Feuerwehrleute in ihren Einsatzfahrzeugen nur ein Ziel: das ehemalige Reifen-Recyclingwerk in Miltzow. Das Amt Miltzow hat seinen jährlichen Amtsfeuerwehrtag diesmal dorthin verlegt. „Die Kameradinnen und Kameraden der Wehren unseres Amtes werden heute an fünf verschiedenen Stationen ihr Wissen auffrischen, vielleicht auch etwas Neues erfahren und natürlich auch über ihre Erfahrungen berichten, die sie im Laufe der Jahre bei Bränden oder anderen Ereignissen gemacht haben", erzählt Miltzows Amtswehrführer Wilhelm Middendorf.

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70 Einsatzkräfte testen sich beim Miltzower Amtsfeuerwehrtag

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70 Kameradinnen und Kameraden sind dabei. Vorgestellt wird durch Peter Golnick, der als Gast von der Süderholzer Wehr dabei ist, ein Einsatzleitwagen. Das Fahrzeug ist modern ausgerüstet mit Laptop und Drucker, Lageplänen der Gemeinden und Telefonnummern aller Bürgermeister bis hin zu Dokumenten zur Verfahrensweise bei eventuellen Katastrophen. Peter Golnick ist auch Mitarbeiter in der Leitstelle Stralsund.

Eine Halle auf dem Gelände ist im Innenraum total eingenebelt worden. Dort wird Atemschutz und anschließend im Freien die Reanimation von Personen demonstriert. In der Halle kommt auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz, die sich schon bei vielen Einsätzen bewährt hat.

Ein Stück weiter wird ein Schaumangriff dargestellt. Klaus Kniep von der Elmenhorster Wehr leitet die Station. „Wenn zum Beispiel hier ein alter Reifenstapel brennt, ist der Schaum gefragt. Die Flüssigkeit für den Schaum ist leichter als Wasser und bleibt an den Reifen haften. Wasser würde ja durchlaufen. So werden die Flammen schneller erstickt", erklärt Helmut Penz, Wehrleiter in Elmenhorst. Zweimal im Monat wird in Elmenhorst geübt, wie bei den meisten Wehren berichtet Penz.

An einer großen Halle kommt eine dreiteilige Schiebeleiter zum Einsatz. Sie ist besonders für die Höhenrettung geeignet und angefangen vom Abladen von dem Fahrzeug bis zum Aufstellen muss jeder Handgriff sitzen. „Ich gehöre seit 2014 zur Altwehr und es macht mir großen Spaß mitzuhelfen, um eventuell Menschenleben zu retten“, erzählt Lina Asphal von der Löschgruppe Horst. „Ich bin sehr stolz, dass mein eigener Nachwuchs dabei ist“, sagt Vater Fred Asphal, der schon seit 1981 der Freiwilligen Feuerwehr angehört.

Vielleicht ein wenig unterschätzt, aber besonders wichtig ist die Fahrzeugeinweisung. Oft ist es sehr schwierig, nahe genug an einen Brandort heranzukommen. Ohne Hilfe geht es nicht und deshalb sind bei dieser Übung auch die Außenspiegel des Fahrzeuges verdeckt worden. Der Fahrer muss sich bei der Rück- oder Vorwärtsfahrt auf die Einweisung verlassen können. „Unbedingt beachtet werden muss, dass bei einer Einweisung nicht rückwärts gegangen wird, es könnte gefährlich werden für Einweiser und Fahrer“, weiß Ulf Gebhardt-Jesse. Sicherheitsregeln solle man sich immer ins Gedächtnis rufen, denn bei einem Einsatz sei man immer aufgeregter als vielleicht bei den Übungen.

„Das ist heute kein Wettkampf, sondern eine Übung und deshalb werden wir zum Abschluss auch die Kommunikation und das Funken üben", erläutert Wilhelm Middendorf.

Jedesmal an anderem Ort

Der Amtsfeuerwehrtag des Amtes Miltzow wird jährlich einmal organisiert. Geübt wird jedesmal an einem anderen Ort. Diesmal waren insgesamt 70 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz.

Beteiligt waren die Freiwillige Feuerwehr Sundhagen mit den Löschgruppen Horst, Brandshagen, Miltzow und Reinkenhagen sowie die Wehren der Gemeinden Wittenhagen und Elmenhorst.

Als Gäste waren Mitglieder der Süderholzer Feuerwehr anwesend.

Walter Scholz

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