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Hähnchen-Eck: 64-Jähriger greift Angestellte mit Messer an

Grevesmühlen Hähnchen-Eck: 64-Jähriger greift Angestellte mit Messer an

Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag / Die beiden Opfer wurden nicht verletzt / Gast schlug den alkoholisierten Täter nieder

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Das Hähnchen-Eck in Grevesmühlen. Hier griff ein 64-Jähriger am vergangenen Freitag Angestellte mit einem Messer an.

Quelle: Kilian Huschke

Grevesmühlen. Mit dem Satz „Ich kille Sie. Ich habe den Auftrag, Sie abzustechen“, griff ein 64-Jähriger aus Grevesmühlen am vergangenen Freitag zwei Angestellte im Grill-Imbiss Hähnchen-Eck an der B 105 mit einem Messer an. Wie die Staatsanwaltschaft Schwerin erst gestern auf Nachfrage bestätigte, habe sich der Täter in den frühen Abendstunden stark alkoholisiert in dem Imbiss aufgehalten. Laut Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Claudia Lange, ging er plötzlich mit einem Frühstücksmesser auf die beiden Bedienungen los und machte mehrere Stichbewegungen in deren Richtung.

Ein Gast, der sich im Hähnchen-Eck aufhielt, kam den Angestellten zur Hilfe. Er ging geistesgegenwärtig dazwischen und schlug den 64-jährigen Täter nieder. „Die beiden Opfer trugen keine Verletzungen davon“, erklärte Claudia Lange.

Der 64-Jährige sei zuvor polizeilich noch nie in Erscheinung getreten. Weitere Angaben zur Person und zum Tathergang wollte Claudia Lange nicht machen und begründete dies mit Ermittlungen, die derzeit noch laufen würden.

Der Grevesmühlener sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Wismar hat nach Angaben von Claudia Lange noch am vergangenen Sonnabend Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

Mitarbeiter des Hähnchen-Ecks wollten sich gestern zu dem Vorfall nicht äußern.

„Das wird immer verrückter in der Welt und jetzt auch noch in Grevesmühlen“, sagt ein Anwohner des Ploggenseerings, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, das Polizeiaufgebot am Freitagabend vor dem Hähnchen-Eck aber gesehen habe. „Jetzt muss man ja schon überall mit Messerattacken oder ähnlichem rechnen.“

Von der Polizei gab es gestern keine weiteren Angaben zu dem Messerangriff. Sie verwies auf die Staatsanwaltschaft in Schwerin. Nach OZ-Informationen soll es sich bei dem Täter um einen Mann mit psychischer Erkrankung handeln. Angaben dazu machte die Staatsanwaltschaft gestern nicht.

Jana Franke

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