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Hansestadt ist die Hochburg der Fahrraddiebe im Landkreis

Wismar Hansestadt ist die Hochburg der Fahrraddiebe im Landkreis

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Wismar hat im vergangenen Jahr zugenommen. Insgesamt 329 - und damit 40 Drahtesel mehr als 2015 - wurden entwendet. Wismar ist demnach die Hochburg für Fahrraddiebe in Nordwestmecklenburg. Die Polizei rät, sein Zweirad codieren zu lassen.

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Die Polizei rät, Räder immer sicher an festen Gegenständen wie Fahrradbügeln anzuschließen.

Quelle: Foto: Norbert Millauer

Wismar. Die Hansestadt Wismar ist die Hochburg der Fahrraddiebe im Landkreis Nordwestmecklenburg. Wurden im Jahr 2015 noch 289 Fälle von Fahrraddiebstahl bei der Polizei angezeigt, waren es im vergangenen Jahr 40 mehr – also insgesamt 329. Wie oft Fahrraddiebe in Wismar und im Landkreis in diesem Jahr schon zugeschlagen haben, gibt die Polizei zwar nicht an. Dass die Diebstähle dramatisch zurückgehen, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Denn: „Fahrraddiebstähle finden häufig dort statt, wo auch viele Fahrräder abgestellt werden“, sagt Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar.

OZ-Bild

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Wismar hat im vergangenen Jahr zugenommen. Insgesamt 329 - und damit 40 Drahtesel mehr als 2015 - wurden entwendet. Wismar ist demnach die Hochburg für Fahrraddiebe in Nordwestmecklenburg. Die Polizei rät, sein Zweirad codieren zu lassen.

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Hochschule und Schulen sind beliebte Tatorte

Prädestiniert dafür sind die Hochschule und auch alle Schulen. „Bei den Tatorten kann es sich aber auch um Kellerräume, Garagen oder ,Fahrradparkplätze’ vor Wohnhäusern handeln“, sagt Schönenberg.

Eine Aufschlüsselung nach Straßen macht die Polizei jedoch nicht. Diebe sind jedoch gern in den Städten des Kreises unterwegs: Wismar, Grevesmühlen oder Boltenhagen seien daher eher betroffen als die kleineren Orte.

Auch auffällig: Fahrraddiebstähle sind nicht saisonbedingt. „Im Jahr 2016 wurden beispielsweise in den Monaten August die meisten Diebstähle angezeigt, gefolgt von November, September und Januar“, betont Polizeisprecherin Nancy Schönenberg. In diesen Monaten beläuft sich die Fallzahl auf über 40 Fälle im gesamten Landkreis. Im Februar und April lag die Fallzahl hingegen im einstelligen Bereich.

Generell gilt: Teures Fahrrad, teures Schloss

„Um den Schutz zu erhöhen, ist es hilfreich, wenn das Fahrrad nicht nur abgeschossen, sondern auch an festen Gegenständen angeschlossen wird“, betont Nancy Schönenberg. So werde verhindert, dass das Fahrrad einfach weggetragen werden kann. Hierfür können zum Beispiel dafür vorgesehene feste Fahrradparkplätze dienen.

Der ADFC fordert jedoch schon lange, mehr Möglichkeiten – vor allem in der Innenstadt – um Fahrräder so anschließen zu können (die OZ berichtete).

Die Polizei betont aber: Es gibt für den Eigentümer eines Rades unterschiedliche Möglichkeiten, sein Fahrrad zu sichern. „Wichtig ist es, dass das Fahrrad generell angeschlossen wird, auch wenn der Eigentümer nur kurz einkaufen, etwas holen oder gleich wieder da ist“, sagt Schönenberg. Stabile Bügelschlösser oder Panzerkabel dienten zum Beispiel gleichzeitig auch als Abschreckung. „In jedem Fall sollte ein Schloss von geprüfter Qualität verwendet werden“, sagt die Polizeisprecherin. Eine Faustregel für den Eigentümer: „Je wertvoller das Fahrrad ist, desto besser sollte auch die Sicherung des Fahrrades sein.“

Um sein Fahrrad noch etwas mehr zu sichern, rät die Polizei, es kostenlos codieren zu lassen. Auch die Polizeiinspektion Wismar bietet regelmäßig Termine an, zuletzt gab es in der vergangenen Woche eine Aktion in Zierow. Wichtig dabei ist, einen Eigentumsnachweis und den Personalausweis mitzubringen. Auch einige Händler bieten das Codieren an.

Bei der eingravierten Codierung handelt es sich um ein Kürzel aus Informationen über die Stadt, die Anschrift und die Initialen des Eigentümers sowie das Codierungsjahr.

Michaela Krohn

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