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Insel Usedom hat jetzt 19 Botschafter in Uniform

Ahlbeck Insel Usedom hat jetzt 19 Botschafter in Uniform

Junge Nachwuchskräfte unterstützen Polizei beim Bäderdienst bis zum 15. September / Beamte streben mehr Kontrollen und schnelleres Reagieren auf Störungen an

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Die Polizeikommissare Nick Assmann (24) aus Strasburg und Stefanie Heinz (22) aus Thüringen verstärken nach ihrem Bäderdiensteinsatz die Reviere in Heringsdorf und Wolgast. Fotos (2): Angelika Gutsche

Ahlbeck. Vor der werbeträchtigen Kulisse der Ahlbecker Seebrücke begrüßten Kommunalpolitiker der Insel Usedom gestern die diesjährigen Bäderpolizisten. Zum 25. Mal erhalten die lokalen Dienste der Urlaubsregion während der Hauptsaison bis zum 15. September Hilfe durch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei. In diesem Sommer sind es neun junge Frauen und 14 junge Männer, die für mehr Sicherheit sorgen.

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Junge Nachwuchskräfte unterstützen Polizei beim Bäderdienst bis zum 15. September / Beamte streben mehr Kontrollen und schnelleres Reagieren auf Störungen an

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2015 im Rückblick

Die Beamten des Heringsdorfer Polizeireviers freuen sich in der Saison erneut über die Unterstützung des Bäderdienstes. Aus deren Einsatzzeit im Sommer 2015 steht folgende Bilanz zu Buche:

124Anzeigen für Straftaten haben die Bäderdienstbeamten auf Usedom aufgenommen.

98Verkehrsunfälle wurden in den Einsatzzeiten von Bäderpolizisten registriert.

139 Verwarngelder wurden nach Kontrollen verhängt.

Für einige ist der Sommerdienst der Einstieg in das spätere Einsatzgebiet. Nick Assmann (24) aus Strasburg und Stefanie Heinz (22) aus Thüringen haben sich ganz zielbewusst für einen Einsatz auf der Insel Usedom beworben. Die Polizeikommissare hatten sich während des Studiums kennengelernt. „Für die Einsätze nach unserem Dienst bei der Bereitschaftspolizei haben wir uns für diese Region beworben. Mein Freund wollte gern in der Nähe seiner Familie eingesetzt werden und ich wollte schon immer an die Ostsee“, sagt Stefanie Heinz. Sie wird nach dem Sommer das Heringsdorfer Revier, ihr Freund das Revier in Wolgast verstärken. Eine gemeinsame Wohnung in Trassenheide ist ihnen so gut wie sicher.

Doch bis dahin unterstützen sie zunächst mit zwei weiteren Beamten die Polizei in der Haffregion. „Ich freue mich auf die Arbeit mit den Touristen. Die sind doch eigentlich immer entspannt“, so Stefanie Heinz.

Tradition und Erfolgsgeschichte 19 Bereitschaftspolizisten sind in den Polizeidienst auf der Insel Usedom eingebunden. Bei ihrer Begrüßung gestern verglich der Anklamer Polizeidirektor Gunnar Mächler ihr Agieren auf der Urlaubsinsel mit Botschaftern. „Wenn wir Kollegen zu Auslandseinsätzen schicken, sprechen wir gern von Botschaftern der Bundesrepublik in Uniform. Sie dürfen sich zum Beispiel hier in den Kaiserbädern als Botschafter Mecklenburg-Vorpommerns in Uniform fühlen“, sagte er den jungen Polizisten, die im Wesentlichen angehalten sind, Urlaubern und Einheimischen freundlich entgegenzutreten.

„Das bedeutet aber nicht, dass Sie nicht auch durchgreifen sollen. Wo es nötig ist, muss zugepackt werden“, so Mächler. Mit Blick auf das Jubiläum – der Bäderdienst tritt 2016 zum 25. Mal an – sieht er die Bäderpolizisten in der Pflicht, „die Erwartungen der Einwohner und Urlauber für mehr Polizeipräsenz, die Verhinderung von Straftaten und schnelles Reagieren bei Störungen“ zu erfüllen.

Auch der Neubrandenburger Polizeidirektor Nils Hoffmann-Ritterbusch, der als junger Beamter selbst Bäderdienst auf Sylt geleistet hatte, sieht den Bäderdienst in einer guten Tradition und als Erfolgsgeschichte. Seinen Vorschlag, sich bei der Arbeit und in Gesprächen mit entspannten Menschen im Urlaub durch Namensschilder auszuweisen, erfüllen die Bereitschaftspolizisten bereits während der täglichen Arbeit. Nur für die öffentliche Begrüßung hatten sie gestern auf das Anstecken verzichtet.

Ein Quad würde Zeit sparen Neben dem Heringsdorfer Bürgermeister Lars Petersen (CDU) und den Vorstehern der Usedomer Ämter, Karl-Heinz Schröder (CDU/Südamt) und Bernd Meyer in Vertretung für Christian Höhn (Nordamt) freuen sich vor allem die Rettungsschwimmer auf die Zusammenarbeit mit den jungen Kollegen. Sebastian Antczak, der im vierten Jahr als Wachleiter der DRK-Wasserwacht den Rettungsdienst am Strand der Kaiserbäder organisiert, sagt: „Mit den Bäderpolizisten arbeiten wir top zusammen. Vor allem bei Vermisstensuchen unterstützen wir uns gegenseitig professionell und auf Augenhöhe. Mein Wunsch wäre es allerdings, dass die Bäderpolizisten für die Arbeit am Strand mit einem Quad ausgerüstet würden. Das spart Zeit, denn sie sind viel zu Fuß unterwegs.“

Rückblick: Im Sommer 2015 hat die Wasserwacht in den Kaiserbädern nicht nur 468-mal Erste Hilfe geleistet und 45 Personen aus Notsituationen im Wasser geborgen – in enger Zusammenarbeit mit der Bäderpolizei wurde auch in 78 Fällen nach Vermissten gesucht.

Fernsehgucken mit Polizei Am Rande entspann sich ein heiteres Strangziehen des Heringsdorfer Bürgermeisters und des Südamtschefs um den Besuch der Bäderpolizisten und ihrer Chefs aus Anklam und Neubrandenburg bei Fußball-Übertragungen. Petersen lud für das abendliche Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland an den Heringsdorfer Fußballstrand ein, Schröder empfahl dagegen die Kamminker Mole. Nur das Nordamt verzichtete auf eine Offerte.

Angelika Gutsche

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