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Insulaner streckt Polizisten mit Faustschlag nieder

Wolgast Insulaner streckt Polizisten mit Faustschlag nieder

Bei Kontrolle in Mahlzow rastet ein betrunkener 40-Jähriger total aus

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Der Widerstand ist gebrochen, der aggressiv gewordene Insulaner (r.) sitzt mit Handschellen arretiert im Einsatzfahrzeug. Zuvor hatte er einen Polizeibeamten niedergeschlagen. Mehreren Beamten drohte er: „Ich bringe Euch um!“.

Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Wolgast. Während einer routinemäßigen Polizeikontrolle am Dienstagabend in Wolgast ist ein 40-jähriger Mann, der auf der Halbinsel Gnitz zu Hause ist, völlig durchgedreht. Als gegen 18 Uhr ein Polizeibeamter (44) und eine Polizeibeamtin (23) des Wolgaster Reviers seinen Wagen in Mahlzow gestoppt und bei dem Fahrer einen Atemalkohol von 1,86 Promille festgestellt hatten, konnte der offensichtlich nicht mehr an sich halten. Er streckte den 44-Jährigen mit einem harten Faustschlag nieder und stieß Todesdrohungen gegen beide Beamte aus. Erst durch die Mithilfe eines Augenzeugen (27) gelang es, den Insulaner schließlich zu überwältigen und im Einsatzfahrzeug zu arretieren. Dem körperlichen Angriff auf den Uniformierten waren verbale Attacken vorausgegangen. Nach OZ-Informationen sprach er mehrfach Gewalt- und Mordandrohungen aus („Ich bringe Euch um!“ und „Mit mir legt sich keiner an!“). Als er versuchte, die Beamtin anzugreifen, schritt ihr Kollege ein. Daraufhin schlug der Kontrollierte den Polizisten so brutal mit der Faust ins Gesicht, dass der mit dem Kopf auf das Straßenpflaster stürzte. Doch das genügte dem Usedomer immer noch nicht, denn er warf sich nun auf den am Boden liegenden Mann. Davon ließ er sich nicht einmal durch Pfefferspray, das die Polizistin anwendete, um nun ihrerseits dem Kollegen beizustehen, abhalten.

 

OZ-Bild

„Solche Angriffe auf Einsatzkräfte gibt es immer öfter. Störer von Ruhe und Sicherheit lassen sich nicht bremsen, gehen auf Uniformierte los.“Axel Falkenberg, Polizeisprecher

Quelle:
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Im Innern des Pkw des Täters befand sich reichlich „Stoff zum Nachtanken“. Bei der Kontrolle hatte er bereits 1,86 Promille Atemalkohol.

Quelle: Foto: T. Wallrodt
OZ-Bild

„Solche Angriffe auf Einsatzkräfte gibt es immer öfter. Störer von Ruhe und Sicherheit lassen sich nicht bremsen, gehen auf Uniformierte los.“Axel Falkenberg, Polizeisprecher

Quelle:

Erst dank des entschlossenen Eingreifens eines 27-jährigen Zeugen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gelang es schließlich mit vereinten Kräften, den auf dem Boden liegenden Polizisten doch wieder zu befreien. Dem Beschuldigten wurden daraufhin Handschellen angelegt; wobei der Zeuge eine leichte Handverletzung erlitt. Der attackierte und verletzte Polizist bekam noch vor Ort Ausfallerscheinungen, so dass er sofort stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste, wo er sich auch gestern noch tagsüber befand. Untersuchungen sollten helfen, womöglich ernsthafte Kopfverletzungen auszuschließen.

Wie Polizeisprecher Axel Falkenberg informierte, wurden gegen den Angreifer mehrere Anzeigen erstattet: wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, wegen gefährlicher Körperverletzung, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Bedrohung. Für eine Nacht kam er in Gewahrsam.

„Solche Angriffe auf Einsatzkräfte gibt es immer öfter. Störer von Ruhe und Sicherheit lassen sich nicht bremsen, gehen auf Uniformierte los“, weiß Falkenberg. Es kämen Feuerwerkskörper und andere Gegenstände als Wurfgeschosse zum Einsatz. In der Kategorie „Gewalt gegen Polizei“ wurden in Vorpommern-Greifswald im vergangenen Jahr 121 Fälle registriert, im Jahr davor 120. Besonders häufig ereigneten sich 2016 solche Angriffe in und um Wolgast (19), in Greifswald (36), Heringsdorf (12) und Pasewalk (10). Die Polizeibeamten würden sich in ihrer Vorgehensweise und in der Ausbildung darauf einstellen müssen.

Steffen Adler

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