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Jugendgewalt: Vernachlässigt die Stadt ihre Pflichten?

Rostock Jugendgewalt: Vernachlässigt die Stadt ihre Pflichten?

Nach den Gewaltexzessen zwischen Jugendlichen in Rostock gibt es Streit zwischen der Polizei und der Stadt: Die Ermittler verdächtigen gleich mehrere minderjährige Flüchtlinge, die in Obhut der Stadt leben. Doch davon will das Rathaus nichts wissen.

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Großeinsatz auf dem Doberaner Platz: Vorfälle wie die Massenschlägerei vergangene Woche sollen sich in Rostock nicht mehr wiederholen – darin sind sich die Behörden einig.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock. Die Massenschlägereien zwischen Jugendlichen in der Hansestadt haben ein politisches Nachspiel: Stadt und Polizei streiten nach den Vorfällen vor dem Kröpeliner-Tor-Center und auf dem Doberaner Platz über den Umgang mit jungen Flüchtlingen. Denn die Polizei ermittelt nach den Gewalttaten auch gegen insgesamt fünf unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, die in der Obhut der Stadt leben. Doch Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) zweifelt diese Aussagen an: Ihm sei nur ein minderjähriger Flüchtling bekannt, der an den Taten beteiligt gewesen sein soll. „Aus meiner Sicht gibt es in Rostock keine Probleme mit minderjährigen Flüchtlingen“, so Bockhahn.

Der Jugendhilfeausschuss der Bürgerschaft will indes beraten, was gegen diese neue Welle der Gewalt getan werden kann: „Die Polizei ist ständiges Mitglied im Ausschuss, hat aber seit Jahren nicht mehr an den Sitzungen teilgenommen. Wir wollen helfen, aber dafür brauchen wir konkrete Informationen“, kritisiert Cathleen Kiefert-Demuth (SPD), die Vorsitzende des Gremiums. Ein Weg sei ein verstärkter Einsatz von Streetworkern – Sozialarbeitern, die die Jugendlichen auf der Straße betreuen und ansprechen.

Andreas Meyer

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