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Kaiserbäder im Fokus der Fahrrad-Diebe

Heringsdorf Kaiserbäder im Fokus der Fahrrad-Diebe

Attacke auf Verleihgeschäft in Ückeritz / Einbrecher durchwühlen Schränke, nehmen aber nichts mit

Heringsdorf. Kaum hat die Freiluftsaison und damit auch die Radfahrzeit begonnen, schlagen die Fahrrad-Diebe wieder zu. Allein in der vergangenen Woche registrierte die Polizei in den Kaiserbädern mehr als zehn Anzeigen. „Es werden alle Arten von Rädern gestohlen — Mountainbikes, Herren- und Damenräder. Die Diebe schrecken vor nichts zurück“, sagt Bernd Nabert, Leiter des Polizeireviers in Heringsdorf.

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag wurden die Räume von „Usedom-Rad“ in Ückeritz heimgesucht. „Die Einbrecher schlugen die Fensterscheibe ein, brachen Schränke auf und durchwühlten diese. Der Eigentümer stellte jedoch nicht fest, dass etwas geklaut worden ist. Sie durchwühlten nur alles“, sagte ein Polizeisprecher in Anklam. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf 2000 Euro. Nun übernimmt die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen.

Auch der Inselnorden liegt im Fokus der Täter. „Die Räder werden oft von den Dachgepäckträgern abmontiert oder in einer dunklen Ecke mitgenommen. Die Besitzer müssen ihre Habseligkeiten besser schützen“, warnt Bernd Nabert.

Vor allem auf hochwertige Räder haben es die Langfinger abgesehen. „Die Preise der Räder liegen oft zwischen 300 und 800 Euro. In der Regel sind Urlauber von den Diebstählen betroffen“, sagt Nabert.

Er appelliert an die Radler, ihr Hab und Gut besser zu sichern. „Das Schloss sollte mindestens zehn Prozent des Gesamtwertes ausmachen“, betont er.

Auch die Fahrradverleiher kämpfen jedes Jahr mit Diebstählen. „Im Jahr kommen in der Regel zwischen zehn und 20 Fahrräder weg“, sagt Fred Kruggel, Fahrradverleiher aus Zinnowitz. Darunter seien alle Größen und Marken vertreten. „Im Herbst wurden zwei hochwertige Elektro-Räder gestohlen. Eins hat einen Wert von bis zu 3000 Euro. So etwas ist echt ärgerlich“, sagt er und sensibilisiert seine Kunden dafür, ihre Räder ordnungsgemäß anzuschließen. „Oft fehlt das Schloss oder es wird nicht richtig benutzt. Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass die Räder gestohlen werden.“ Zumeist sieht Kruggel seine Räder nach einem Diebstahl nie wieder. Einen Erfolg gab es jedoch im vergangenen Jahr. „In der Wolgaster Baustraße wurde eines meiner Räder wiedergefunden. Ein Mann versuchte, das gestohlene Rad zu verkaufen. Dabei fiel dem An- und Verkaufshändler der Aufkleber meiner Firma auf dem Rahmen auf und er kontaktierte die Polizei. Dabei stellte sich heraus, dass das Rad gestohlen worden war.“ Dass die Diebstähle, wie hier und da behauptet, nur auf das Konto von Menschen aus Nachbarländern wie Polen gehen, kann Kruggel nicht bestätigen. „Auch die Deutschen klauen die Räder, vorrangig sogar. In der Vergangenheit wurde zum Beispiel eine brandenburgische Diebesbande dingfest gemacht, die auf der Insel Usedom ihr Unwesen trieb. Als sie aufflog, war kurze Zeit erstmal Ruhe.“

Von Hannes Ewert

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