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Katamaran rammt Segelyacht im Barhöfter Hafen

Barhöft Katamaran rammt Segelyacht im Barhöfter Hafen

Die Wasserschutzpolizei schätzt den Schaden auf 60000 Euro / Menschen wurden nicht verletzt / Ursache für den Unfall war wohl ein Maschinenschaden

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Die Segelyacht ist nach dem Zusammenstoß nur noch ein Wrack. Der Katamaran „Achiever“ wurde ebenfalls beschädigt. Fotos (3): Christian Rödel

Barhöft. Bei einem Schiffsunfall im Barhöfter Hafen sind am Sonntagabend ein Spezialschiff und zwei Sportboote zum Teil schwer beschädigt worden. Die Wasserschutzpolizei schätzt den Sachschaden auf 60000 Euro.

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Die Wasserschutzpolizei schätzt den Schaden auf 60000 Euro / Menschen wurden nicht verletzt / Ursache für den Unfall war wohl ein Maschinenschaden

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Der unter dänischer Flagge fahrende Katamaran „Achiever“, der im Auftrag des Energiekonzerns EnBW regelmäßig als Versorger zwischen Barhöft und der Offshore-Winkraftanlage „Baltic 1“ vor der Küste pendelt, wollte kurz nach 17 Uhr im Hafen anlegen.

Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizeiinspektion in Stralsund mitteilte, fiel plötzlich die Maschine des Schiffes aus, wodurch ein geplantes Wendemanöver scheiterte. Den Katamaran einfach zu stoppen, war nicht möglich. Auch beim Versuch des Manövers „Voll zurück“ verweigerte die Maschine ihren Dienst. Trotzdem der Kapitän das Ruder hart Backbord legte, konnte er einen Zusammenstoß des Schiffes mit einem im Hafen liegenden Segelboot nicht verhindern.

Die Yacht wiederum stieß gegen ein weiteres Sportboot. Dabei entstand an der Segelyacht Totalschaden, während das Sportboot eher geringen Sachschaden erlitt. An dem knapp 20 Meter langen und acht Meter breiten Seeschiff entstand ebenfalls höherer Sachschaden.

Der Katamaran kann und darf vorläufig den Hafen nicht verlassen. Die Untersuchungen laufen. Ursache für den Ausfall der Maschine ist nach Polizeiangaben ein technischer Defekt.

Die komplett zerstörte Segelyacht gehört dem Breslauer Ehepaares Magdalena und Filip Podgorski. Das Boot hatten die beiden erst vor ein paar Tagen in Holland gekauft und damit ihren lang gehegten Lebenstraum erfüllt. Am Sonnabend machten die polnischen Segelfans in Rostock-Warnemünde einen Zwischenstopp, um am Samstag nach Stralsund zu segeln. Auf dieser Tour machten das Ehepaar in Barhöft wiederum einen Zwischenhalt, weil ihnen der Sprit ausgegangen war.

Das Segelboot wurde im Barhöfter Hafen betankt und die beiden wollten dort noch etwas essen. „Mein Mann und ich hatten uns gerade im Restaurant hingesetzt, als wir es krachen hörten“, erzählte Magdalena Podgorska gestern. „Wir sind traurig und wütend über diesen Zwischenfall, weil das Boot höchstwahrscheinlich dabei einen Totalschaden bekommen hat“, so die Polin.

Der aus Schweden stammende Kapitän des Katamarans, Johan Paulsson von der dänischen Firma Northern Offshore Services, sagte zu dem polnischen Ehepaar auf Englisch: „Uns tut das wahnsinnig leid, aber wir hatten einen technischen Defekt, der es uns ganz plötzlich unmöglich gemacht hatte, das Schiff weiter zu manövrieren.“ Barhöfts Hafenmeister Sven Marquardt war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht am Ort des Geschehens. „Zum Glück ist kein Mensch zu Schaden gekommen, die Gutachter müssen jetzt klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte“, sagte er gestern.

Familie Podgorski wollte das neu erstandene Segelboot eigentlich in das Winterquartier nach Ückermünde bringen, um von dort aus im kommenden Frühjahr wieder in See stechen zu können. Sie hofft jetzt, dass mit Hilfe einer Versicherung der Traum doch noch in Erfüllung gehen kann.

Christian Rödel und Jens-Peter Woldt

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