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Korso mit 80 Bikern eskortierte den Weg zum Friedhof

Wolgast Korso mit 80 Bikern eskortierte den Weg zum Friedhof

350 Trauergäste nahmen am Sonnabend Abschied von einem 23-jährigen Kradfahrer aus Wolgast, der unverschuldet bei einem Unfall starb

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Ein Motorradkorso begleitete die Urne auf ihrem Weg zum Friedhof.

Quelle: Tilo Wallrodt

Wolgast. Mit einer bewegenden Abschiedsfeier und einem anschließenden Trauerkorso trugen am Samstagnachmittag Freunde, Bekannte, Verwandte und zahlreiche Biker einen Freund zu Grabe.

Der 23-jährige Wolgaster war am 26. Juni bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 22 bei Rubenow, nahe dem Abzweig in Richtung Voddow, so schwer verletzt worden, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Sein Krad war mit dem VW einer 24-Jährigen zusammengeprallt.

Seine eng mit dem Pferdesport verbundene Familie hatte Biker und Pferdefreunde im sozialen Netzwerk aufgerufen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Sie schrieb: „... einer von uns ist unschuldig auf der Straße gestorben. Wir können nichts mehr für ihn tun. Aber wir können ihm die letzte Ehre erweisen. Kommt mit Euren Maschinen auf den Kirchplatz und fahrt im großen Konvoi mit zum Friedhof. Bindet Euch zum Zeichen der Anteilnahme ein Trauerband an den Lenker...“

Rund 350 Leute folgten dem Aufruf und versammelten sich zur Trauerfeier in der Wolgaster St. Petri Kirche. Im Anschluss daran ging es in einem langsam durch die Stadt Wolgast fahrenden Korso in Richtung Tannenkampfriedhof. Die Urne wurde dabei von etwa 50 Bikerfreunden eskortiert. Weitere Trauergäste folgten dem Korso in etwa 80 Pkw zum Friedhof, wo die Urne des 23-Jährigen beigesetzt wurde.

Unterdessen hat die Polizei die Ermittlungen zum Unfallhergang abgeschlossen und den Fall an die zuständige Staatsanwaltschaft übergeben. Wie Polizeisprecher Axel Falkenberg auf OZ-Nachfrage bestätigt, schließt die Polizei nicht aus, dass der Unfall durch Ablenkung verursacht wurde, die im Zusammenhang mit der Nutzung eines Handys am Steuer steht. Dieser Verdacht habe sich nach Sicherstellung des Handys der 24-jährigen Unfallverursacherin erhärtet.

Tilo Wallrodt / Angelika Gutsche

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