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Kriminalität: Diebstähle machen Gros aus

Stralsund Kriminalität: Diebstähle machen Gros aus

Jahresstatistik 2015 vorgestellt / Einbruchserie in Lila-Bäcker-Filialen in Grimmen noch nicht aufgeklärt

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Mehrmals war die Lila-Bäcker-Filiale beim Grimmener sky-Markt Ziel von Einbrechern.

Quelle: Reinhard Amler

Stralsund. Diebstähle gehören im Landkreis Vorpommern-Rügen zu den häufigsten Straftaten. Ihre Zahl ist zwar gesunken, von 2014 zu 2015 um 338 Fälle auf 5034. Doch für die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Stralsund, deren Einzugsbereich dem Kreisgebiet entspricht, machen Ermittlungen dazu etwa ein Drittel ihrer Arbeit aus.

Diese Zahlen nannte gestern Polizeidirektor Thomas Dabel bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2015. Die gibt aus Sicht der Polizei erfreuliche Trends wieder. Denn die Gesamtzahl aller im vergangenen Jahr erfassten Fälle liegt mit 15032 um 917 Fälle unter denen von 2014. Und wie Dabel betonte: „Die Aufklärungsquote in der PI blieb im vergangenen Jahr mit 62,24 Prozent auf einem gleichbleibend hohen Niveau.“ Damit liegt die PI Stralsund seit dem Jahr 2004 nicht nur stetig über 60 Prozent, sondern auch über dem Landesdurchschnitt. Dieser lag vergangenes Jahr bei 61,4 Prozent.

Bei der Aufklärung von Diebstählen werden diese Werte nicht erreicht. Bei einfachen Delikten wie Laden- oder Taschendiebstahl wurden zuletzt im Kreis 2591 Fälle erfasst, die zu 47,2 Prozent aufgeklärt wurden. Schwere Diebstähle finden sich mit 2443 Fällen in der Statistik. Sie wurden zu 20,3 Prozent aufgeklärt. Dazu gehören auch Wohnungseinbrüche, deren Zahl im vorigen Jahr im Kreis gestiegen ist— um neun auf 174 Fälle.

Viel Arbeit bereiteten den Kriminalisten die Einbruchserien in Filialen der Kette Lila-Bäcker im Raum Grimmen und auf Rügen. Laut Stralsunds Kripochef Holger Köhn gibt es auf der Insel bereits eine Spurenlage, die Hoffnung macht, der dortigen Tätergruppe habhaft zu werden. In Grimmen sei da allerdings weniger Grund zu Optimismus.

In Stralsund nahm Ende 2015 eine aufsehenerregende Serie von Wohnungseinbrüchen ihren Anfang, die erst im Januar dieses Jahres aufgeklärt werden konnte. „Wir haben mit großem personellen Aufwand an diesem Fall gearbeitet“, sagt Köhn. Am Ende gelang es, ein albanisches Räubertrio zu überführen und dingfest zu machen.

Ein Erfolg, den sich die Bewohner der Ribnitzer Suhr-Siedlung auch wünschen. Wie Holger Köhn berichtet, gibt es hier den Verdacht, dass eine Tätergruppe aus dem Raum Rostock operiert, die immer wieder über die Kreisgrenzen hinaus aktiv wird. „Die Kollegen haben in Bad Doberan eine Ermittlungsgruppe gebildet, die an dem Fall arbeitet“, so Köhn.

Zum Ende der umfangreichen Statistik dann auch die Zahl aller 2015 ermittelten Tatverdächtigen: Die lag bei 6478, unter ihnen 5778 Deutsche und 700 Ausländer. Bei letzteren gab es zu 2014 einen Anstieg um 123 Verdächtige. Angeführt wird dieser Statistikteil durch 131 Polen vor 54 Rumänen gefolgt von 52 Syrern. Letztere fielen laut Thomas Dabel aber meist durch solche Verstöße wie illegale Einreise oder Verstoß gegen Aufenthaltsbestimmungen auf. Der PI-Chef stellte zum Thema Flüchtlinge abschließend fest: „Bei den über 3000 im Kreis lebenden Zugewanderten wurden 131 Straftaten registriert.“

Knapp 700 Diebstähle von Kriminalisten bearbeitet

2,9 Millionen Euro Schaden wurden durch Diebstähle im Bereich der PI Stralsund angerichtet. Dabei wurde eine Diebesbeute in Höhe von etwa 11 Millionen Euro erlangt.

20 Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr im Bereich Grimmen von der Statistik erfasst. Im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen waren es 174 Fälle.

693 Diebstähle , darunter auch Fahrraddiebstähle bearbeiteten Kriminalisten in Grimmen im Jahr 2015. Im Landkreis lag die Zahl der Fälle bei 5034.

91 Kraftfahrzeuge wurden vergangenes Jahr im PI-Bereich entwendet, darunter 51 Pkw und 40 Motorräder sowie Mopeds. Begehrtester Autotyp war die Marke Mazda.

6 Fälle von Graffiti-Schmierereien bearbeiteten Grimmener Kriminalisten. Für den PI-Bereich liegt die Fallzahl bei 188. Aufgeklärt:

23,4 Prozent.

Von Jörg Mattern

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