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Kröpeliner Wehr braucht mehr Leute

Kröpelin Kröpeliner Wehr braucht mehr Leute

Trotz der Neuzugänge: Es gibt noch immer Personalsorgen — und das Gebiet ist sehr groß

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Unsere Einsätze sind anspruchsvoll, vielfältig und erfordern daher eine stabile Personalstärke.“Frank Schwanitz, Gemeindewehrführer

Kröpelin. Es war die erste Jahreshauptversammlung mit dem im Juni 2015 neu gewählten Gemeindewehrführer Frank Schwanitz. Die Feuerwehrleute konnten am vergangenen Sonnabend auch das neue Löschfahrzeug LF 16 offiziell entgegennehmen. Seit 1990 ist es nur 20 000 Kilometer gefahren — da ist noch viel möglich.

Der Neuzugang ist der letzte von insgesamt drei sehr gut erhaltenen Einsatzfahrzeugen, die nun in den Ortsteilen Altenhagen, Diedrichshagen und Groß Siemen zur Verfügung stehen. Um die Einsatzfähigkeit zu erhöhen, finanziert die Stadt in diesem Jahr zwei Feuerwehrmännern den Führerschein Klasse 10, wie der amtierende Bürgermeister Rüdiger Kropp an diesem Abend wissen ließ.

35 Einsätze absolvierte die Wehr 2015. Davon waren 18 Brandeinsätze — wie am Kik-Markt in der Rostocker Straße — und 17 technische Hilfeleistungen: bei Verkehrsunfälle und Ölspuren sowie dem Wegräumen von Baumhindernissen. Fünf Einsätze fanden außerhalb der Stadtgrenze statt. So in Rethwisch wegen des Großbrandes eines Stallgebäudes und bei zwei Flächenbränden nahe Ziesendorf. Die Ortsteil-Leiter der Gemeindewehr sind Harald Neujahr für den Löschzug Kröpelin, Jörg Diederichs für Groß Siemen/Schmadebeck, Bernd Bobsin für Altenhagen und Sebastian Knüppel für Jennewitz/

Diedrichshagen.

„Den Defiziten des zu geringen Personalbestandes und der sehr geringen Verfügbarkeit konnten wir nur bedingt entgegen wirken", sagte Frank Schwanitz. Ein Problem, das alle Wehren kennen. Um so erfreulicher war es, dass an diesem Abend gleich sechs Anwärter in den aktiven Dienst als ausgebildete Feuerwehrmänner einstiegen. Drei Kameraden stammen aus der Jugendwehr, die jetzt 13 Mitglieder umfasst. Insgesamt befinden sich 72 Kameraden im aktiven Dienst und acht in der Reserve. „Drei interessierte Kröpeliner Bürger haben bei der Feuerwehr angeheuert. Das war schon ein außergewöhnlich gutes Jahr im Hinblick auf die Personalverfügbarkeit", so der Gemeindewehrführer. Er betonte: „Auch die Maßnahme, städtische Mitarbeiter in die Feuerwehr zu integrieren, trägt heute Früchte."

Trotzdem sei es wichtig, die Aktivitäten zur Sicherung des Personalbestandes weiter voran zu treiben. „Die Vielfältigkeit unserer Einsätze verlangt nach einer stabilen Personalstärke. Um die Zukunft zu sichern, brauchen wir unsere Jugendwehr. Wir müssen die Jugendarbeit aktiv gestalten und leben." Frank Schwanitz richtete eine Bitte an die Einwohner: „Helfen Sie uns, wieder eine verfügbare und einsatzstarke Feuerwehr zu werden. Nur so sind wir in der Lage, ihre Familien, Haus, Firma und anderes im Notfall zu retten. Werben Sie für die Mitgliedschaft, unterstützen Sie uns." Rüdiger Kropp sagte unter anderem in seinem Grußwort: „Unser großes Gemeindegebiet von 67,3 Quadratkilometern erfordert für die Gemeindewehr eine hohe logistische Abstimmung und unterliegt einer großen Anforderung." Deshalb sei mehr Geld dafür in den Haushalt eingestellt worden. Für 2016 sind es 209 000 Euro. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 106 000 Euro.

Schwerpunkt und sehr kostenintensiv sei die Löschwasserbereitstellung im Ortsteil Parchow-Ausbau. „Das hat in diesem Jahr oberste Priorität", so der amtierende Bürgermeister Rüdiger Kropp. Auch er kennt die Probleme des Mangels an einsatzfähigen Kameraden im Notfall und geht mit gutem Beispiel voran. „Momentan können wir sechs bei der Stadt angestellte Kameraden im Brandfall mobilisieren", sagte er und betonte, dass sich die Zusammenarbeit des Rathauses mit der Wehrleitung in den vergangenen Monaten sehr verbessert hätte.

 



Sabine Hügelland

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Kröpelin
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