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Küche brennt in Südwest komplett aus

Grimmen Küche brennt in Südwest komplett aus

55-Jähriger muss mit der Drehleiter von seinem Balkon gerettet werden

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Der Löschangriff wird vorbereitet. Derweilen durchsuchen Einsatzkräfte bereits die brennende Wohnung nach weiteren Personen.

Grimmen. Dramatische Szenen gestern Nachmittag gegen 14 Uhr im Grimmener Stadtgebiet Südwest: In der Carl-von-Ossietzky-Straße dringt dichter Rauch aus den Fenstern einer Wohnung in der vierten Etage. Zu diesem Zeitpunkt heulen die Sirenen über den Dächern der Stadt.

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55-Jähriger muss mit der Drehleiter von seinem Balkon gerettet werden

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Grimmens Wehrführer Olaf Clasen und einige Polizeibeamte sind wenige Minuten später vor Ort, holen sofort die Bewohner des Mehrfamilienhauses aus ihren Wohnungen. Als das Tanklöschfahrzeug am Einsatzort eintrifft, ist noch unklar, wie viele Personen sich in der brennenden Wohnung befinden. „Wir haben sofort Feuerwehrleute unter Atemschutz hochgeschickt, um die Wohnung zu durchsuchen“, beschreibt Olaf Clasen. Ein 55-Jähriger, der sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches in der Wohnung befindet, rettet sich selbstständig auf den Balkon. Während die Drehleiter auf der Rückseite des Wohnblockes in Stellung gebracht wird, durchsucht der nächste Trupp die stark verrauchten Räume. „Feuerwehrleute durchsuchen nacheinander den Brandort, damit wir wirklich ausschließen können, dass irgendwo noch eine Person liegt“, erklärt der Wehrführer. Plötzlich wird es hektisch vor dem Hauseingang. Die Flammen, die im Inneren immer noch lodern, dringen aus dem Fenster und drohen auf den Dachstuhl überzugreifen. „Wir haben den Löschangriff daher auch von draußen aufgenommen“, erklärt Olaf Clasen.

20 Feuerwehrleute sind zu diesem Zeitpunkt im Einsatz. Sechs Fahrzeuge der Feuerwehr sind in Position gebracht. Beamte der Polizei kümmern sich um den Verkehr, der während der Löscharbeiten umgeleitet wird. Hinter dem Haus ist der Korb der Drehleiter wieder auf dem Boden angekommen. Kameraden der Feuerwehr übergeben den Mann an den Rettungsdienst. Der Verletzte wird sofort mit Sauerstoff versorgt, bevor er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gefahren wird.

Nach rund 45 Minuten ist das Feuer aus. Es gilt, den Treppenaufgang und die Wohnung zu belüften, ehe Beamte der Polizei im Inneren der Wohnung die Ermittlungen aufnehmen. Die Küche ist komplett ausgebrannt.

Olaf Clasen wird im Gerätehaus bewusst, dass seine Einsatzkräfte vor knapp einem Monat genau einen solchen Einsatz aufwändig geübt hatten. Zum Glück, denn so konnte sehr schnell Schlimmeres verhindert werden.

Wohnungsinhaber hatte 2,32 Promille intus

Vier Mietparteien und die 54-jährige Bekannte des Wohnungsinhabers wurden aus dem Haus evakuiert.

Mit 2,32 Promille war der 55-jährige Wohnungsinhaber laut Polizei alkoholisiert. Er erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und wurde in das Klinikum der Hansestadt Greifswald gebracht. Der Sachschaden am Inventar wird auf 30000 Euro geschätzt. Durch den Löscheinsatz der Feuerwehr entstand Wasserschaden in der darunterliegenden Wohnung. Der Gebäudeschaden wird auf etwa 10000 Euro geschätzt.

Von Raik Mielke

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