Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Linker will kein Prügelknabe sein

Wismar Linker will kein Prügelknabe sein

Nach Ohrfeige für Busfahrer: Wismarer Horst Krumpen erstattet Gegenanzeige.

Voriger Artikel
Auto überschlägt sich
Nächster Artikel
Unfall: Verdacht auf Betäubungsmitel bei VW-Fahrer

Horst Krumpen (51) wehrt sich gegen den Verdacht, er wäre auf den Busfahrer losgegangen. Er sei das Opfer. Die Polizei befragt derzeit Zeugen.

Quelle: Kerstin Schröder

Wismar. Eine Handgreiflichkeit – zwei Versionen: Horst Krumpen (51), Kreischef der Linken in Nordwestmecklenburg und Kandidat für den Landesvorsitz, widerspricht der Polizei-Fassung zu einem Vorgang am Mittwoch in Wismar. Laut Polizei soll Krumpen einen Busfahrer „unvermittelt“ geschlagen haben. Den Schlag, den er eine „Ohrfeige“ nennt, räumt Krumpen auch ein, weist aber die Schuld für die Auseinandersetzung dem Busfahrer zu, gegen den er Anzeige erstattet habe. Dieser habe zunächst an eine defekten Ampel einen Reisebus voll mit Senioren rückwärts gesteuert, ohne sich einweisen zu lassen (die OZ berichtete).

Krumpen sah sich im Auto dahinter in Gefahr, zeigte dem Busfahrer „den Scheibenwischer“, wie er es nennt. Er sei ausgestiegen und habe den Busfahrer auf dessen Leichtsinn hin angesprochen. Was dann kommt, widerspricht der Darstellung der Polizei. Krumpen sagt, der Busfahrer habe ihn durchs Fenster am Schlawittchen gepackt und „mich zum Fenster hoch von meinen Füßen“ gezogen. Nach weiteren Worten habe er dem Mann „mit der flachen Hand“ eine Ohrfeige verpasst. Nach OZ-Informationen hat der Busfahrer eine erhebliche Verletzung im Gesicht.

Die Polizei bestätigte am Donnerstag die Gegenanzeige Krumpens. Es gebe zwei Versionen des Vorfalls, erklärte eine Sprecherin des Polizeispräsiums Rostock. Die Ermittlungen sollen nun zeigen, wer Recht hat. Warum die Polizei am Mittwoch die Version des Busfahrers für bare Münze nahm und öffentlich machte, bleibt offen. Krumpen sieht sich als Opfer. Aus seiner Sicht müsste die Geschichte heißen: „Pkw-Fahrer wehrt sich gegen tätlichen Angriff“. Die Polizei verkündete: „Reisebusfahrer von erbostem Fahrzeugführer geschlagen“.

Frank Pubantz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Schwerin
7000 Polizisten oder Richter in MV haben zu wenig Geld erhalten. (Symbolfoto)

Nach Urteil des Bundesverfassungsgerichts: 7000 Polizisten oder Richter in MV haben zu wenig Geld erhalten. Rechnen heißt es derzeit im Finanzministerium des Landes.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge