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MEK-Einsatz: Gesuchter Zuhälter Nico S. hat sich gestellt

Lutheran MEK-Einsatz: Gesuchter Zuhälter Nico S. hat sich gestellt

Der 38-jährige Mecklenburger tritt in Hamburg seine Haftstrafe an. Auf der Suche nach ihm sind zwei Polizeieinsätze schief gelaufen.

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Kurz bevor er seine Haftstrafe antritt: Nico S. (38) vor der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Billwerder.

Quelle: privat

Lutheran. Der seit Monaten von Elite-Polizisten aus MV und Hamburg gesuchte Zuhälter Nico S. hat sich gestellt. Wie sein Anwalt Benjamin Richert mitteilt, hat der wegen schwerer Körperverletzung verurteilte Mecklenburger am Mittwoch seine Haftstrafe (2 Jahre und 8 Monate) in der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Billwerder angetreten.

Er sei im Juli 2013 verurteilt worden, da er einen Mann ins Koma geprügelt habe. Eigentlich hätte der 37-Jährige die Strafe bereits Ende Januar antreten müssen, war aber nicht erschienen.

Auf der Suche nach dem aus Plau am See stammenden Mann waren zwei Polizeieinsätze schief gelaufen. Am 12. Februar schoss ein Beamter des Mobilen Einsatzkommandos Hamburg in Lutheran (Ludwigslust-Parchim) einem Autofahrer in den Kopf, der 27-Jährige lag tagelang im Koma und verlor ein Auge.

Zwei Tage zuvor wurden drei Bauarbeiter von Polizisten des Spezialen Einsatzkommandos MV unter Waffengewalt aus einem Container gezerrt, auf den Boden gedrückt und gefesselt.

In beiden Fällen dachten die Beamten, Nico S. sei vor Ort. Der befand sich aber seit ungefähr zwei Monaten in Österreich. Wie sein Anwalt berichtet, habe S. sich nicht über die Grenze getraut, weil er befürchtete, verhaftet zu werden.

Grund: Nur wenn man seine Haftstrafe freiwillig antritt, besteht die Möglichkeit, frühzeitig nach zwei Dritteln der Haftstrafe auf freien Fuß zu kommen. Jetzt sei es gelungen, S. nach Deutschland zu holen.

Unterdessen sind die angekündigten Schadenersatzklagen des verletzten jungen Mannes und seines Beifahrers immer noch nicht eingereicht worden. Er habe noch keine Akteneinsicht erhalten, sagte der Anwalt Benjamin Richert.

Die Klagen würden sich gegen eines der Bundesländer richten. Ohne die Akten könne er aber nicht beurteilen, ob Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich sei. Entscheidend sei, wer den Einsatz angeordnet oder genehmigt habe.

Von Schroeder, Kerstin

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