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MEK-Schütze angezeigt wegen versuchten Totschlags

Lutheran MEK-Schütze angezeigt wegen versuchten Totschlags

Strafanzeige gegen den Polizei-Schützen von Lutheran: Dem Beamten, der bei einem schief gelaufenen Polizeieinsatz einem 27- jährigen Autofahrer in den Kopf geschossen hat, wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

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Nach dem Einsatz eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) der Polizei stehen am 12.02.2016 Autos auf einer Straße in Lutheran (Mecklenburg-Vorpommern). Bei dem Einsatz wurde ein Mann lebensgefährlich am Kopf von einem Schuss verletzt.

Quelle: Michael-Günther Bölsche/dpa

Lutheran. „Er hat meinem Mandanten vorsätzlich ins Gesicht geschossen“, begründet Anwalt Benjamin Richert die Strafanzeige bei der Schweriner Staatsanwaltschaft. Er wirft einem MEK-Beamten versuchten Totschlag, schwere Körperverletzung und Nötigung vor.

Richerts Mandat, David A., wurde bei einem missglückten Polizeieinsatz in Lutheran schwer verletzt. Hätte er wie von der Polizei behauptet Autos rammen wollen, „hätte er nach vorne geschaut und nicht nach hinten, von wo der Schuss kam“, erklärt Richert.

Am 12. Februar wollte das Mobile Einsatzkommando Hamburg in Lutheran (Ludwigslust-Parchim) einen zu einer Haftstrafe verurteilten Zuhälter festnehmen. Doch im Auto saß David A., er verlor durch den Schuss ein Auge. „Der Einsatz hätte nicht durchgeführt werden dürfen“, betont Richert.

In den Sicherheitsgesetzen von Hamburg und MV sei klar geregelt, wann Beamte in anderen Bundesländer eingreifen dürfen. Darin sei die Suche nach jemanden, der seine Haft nicht angetreten hat, nicht enthalten. „Der Gesuchte ist nicht auf der Flucht, er ist schließlich nicht aus dem Gefängnis ausgebrochen“, sagt Richert.

Von Schroeder, Kerstin

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