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Mann unter Wohncontainer in Neu Mukran eingeklemmt

Neu Mukran Mann unter Wohncontainer in Neu Mukran eingeklemmt

Der 73-jährige Arbeiter wurde schwer verletzt / Feuerwehr im Einsatz

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Der Arbeiter war unter den Container geraten, so dass sich eine Hand unter einem Stahlträger befand und ein kleiner Teil auch auf dem Körper lastete.

Neu Mukran. Dramatische Szenen in Neu Mukran: Ein Bauarbeiter arbeitete gerade unter einem Wohncontainer in Sassnitz, als die Tragkonstruktion des sechs Tonnen schweren Kolosses plötzlich absackte. Der Mann wurde eingeklemmt. „Als wir ankamen, sahen wir, dass der Mann sich unter dem Container befand“, berichtet Marcel Gau, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz. „Die eine Hand des Mannes befand sich unter einem Stahlträger, ein kleiner Teil des Gewichts des Gebäudes lastete auch auf dem Körper.“ Mithilfe von hydraulischem Rettungsgerät und luftbetriebenen Hebekissen gelang es den Kameraden der Feuerwehr, das Gebäude anzuheben und die Person zu befreien. „Es ist in dieser angespannten Situation wichtig, die Ruhe zu behalten, die Lage zu beurteilen und den Container langsam anzuheben“, beschreibt Gau weiter.

 

OZ-Bild

Mit Hilfe dieses hydraulischen Rettungsgeräts gelang es, das Gebäude anzuheben. FOTOS (2): FFW SASSNITZ

Trotz der Schmerzen sei der Mann ansprechbar gewesen. „Ein Kollege von ihm hatte sich bereits neben den Mann gelegt, um ihn zu beruhigen“, erzählt Gau. „Auch andere Kameraden konnten während des ganzen Einsatzes mit dem Mann sprechen.“ Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten schließlich in die Universitätsklinik Greifswald. Er gilt als nicht lebensbedrohlich verletzt. „Der Mann hat unheimliches Glück gehabt“, fasst Gau zusammen. „Das hätte auch anders ausgehen können.“

Zurzeit werden im Hafen von Mukran mobile Wohneinheiten montiert und auf dem Gelände des Aparthotels Königslinie aufgestellt. Mittels eines hydraulischen Systems werden sie dort herabgelassen.

Hierbei kam es dann zum Unfall. Die Ermittlungen zur Ursache dauern weiter an. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales sei informiert worden, teilt die Polizei mit.

Bei den auf dem Gelände des Aparthotels Königslinie aufgestellten Elementen handele es sich um „Mobilheime als Hotelerweiterung“, erläutert Bauleiter Jörn Beyer. „Ein Dutzend dieser Segmente haben wir im vergangenen Jahr errichtet und in diesem Jahr kamen noch einmal 16 hinzu“, so Beyer. Die meisten der Wohnungen werden dabei aus zwei oder drei Segmenten zusammengesetzt. Gut zwei Dutzend dieser überwiegend Doppelzimmer habe Unternehmensinhaber Heiner Rösing gegenwärtig an Urlaubsgäste und Arbeitskräfte aus dem Fährhafen vermietet, wo zunehmend Arbeitskräfte zur Installation der Offshore- Windanlagen beschäftigt seien.

Der Bebauungsplan für die mobile Hotel-Erweiterung hatte den Bauausschuss der Hafenstadt über mehrere Jahre beschäftigt. Kritiker sollen den Umwelt- und Hochwasserschutz kritisiert haben. Befürworter taten die Kritik als Neid-Debatte von Hoteliers ab. Rösing, der selber für die OZ nicht zu sprechen war, betreibt seine Touristikgesellschaft seit 2002.

Für die Kameraden der Feuerwehr war es nicht der einzige schreckliche Einsatz am Dienstag. Am Mittag hatte eine Frau die Rettungskräfte gerufen, nachdem sie ihren Nachbarn tot in einem Stallgebäude auf seinem Grundstück gefunden hatte. Die Feuerwehr barg die Person aus dem einsturzgefährdeten Haus. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach Angaben der Nachbarin soll sich der Rentner in den vergangenen Tagen mit dem Abriss des Stalles beschäftigt haben. Die Polizei geht aber nicht von einem Unfall aus, erste Ermittlungen deuten auf eine natürliche Todesursache hin.

Anne Ziebarth und Uwe Driest

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