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Mann versucht, Zehnjährige ins Auto zu locken

Grimmen Mann versucht, Zehnjährige ins Auto zu locken

In der Grellenberger Straße in Grimmen wurde eine Schülerin von einem Unbekannten angesprochen und verfolgt

Grimmen. Richtig reagiert hat ein zehnjähriges Mädchen, das am Mittwoch gegen 13.30 Uhr von einem unbekannten Mann in Grimmen angesprochen wurde, der sie in sein Auto locken wollte. Die Schülerin lief daraufhin weg.

 

OZ-Bild

Das Mädchen hat vollkommen richtig reagiert, indem es erst die Straßenseite wechselte und dann weglief.“Antje Unger, Polizei-Pressesprecherin

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Polizei bittet um Hinweise

Wem etwas aufgefallen ist und wer Hinweise im Fall des zehnjährigen Mädchens geben kann, wende sich an das Polizeirevier Grimmen unter ☎ 038326 / 570, an jede anderen Polizeidienststelle oder an die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de

Wie Polizei-Pressesprecherin Antje Unger gestern informierte, ist das Mädchen gegen 13.30 Uhr auf dem Heimweg von der Regionalschule „Robert Koch“ gewesen. In der Grellenberger Straße / Ecke Jahn-Straße wurde sie auf Höhe der Bushaltestelle von dem Mann angesprochen, der aus seinem Pkw ausgestiegen war. „Sie wurde aufgefordert, in den Wagen einzusteigen“, weiß Antje Unger. „In dem Moment hat sie genau richtig reagiert, indem sie die Straßenseite wechselte und weglief“, fügt die Pressesprecherin hinzu. Der Mann, der besonders auffällig an den Unterarmen tätowiert war, sei ihr aber mit etwas Abstand gefolgt. Erst, als ihm eine größere Gruppe von  Kinder entgegenkam, brach der Unbekannte seine Verfolgung ab, kehrte zu seinem Auto zurück, dass er in der Grellenberger Straße auf dem unbefestigten Straßenrand abgestellt hatte, und fuhr weg.

„Wir hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung“, bittet Antje Unger. „Wem der silberfarbene Mercedes aufgefallen ist, oder wenn die Kinder, die dem Mann und dem Mädchen entgegen gekommen sind, etwas gesehen haben, mögen sie sich bitte bei der Kriminalpolizei in Grimmen melden“, sagt sie.

Das Mädchen hat den Mann wie folgt beschrieben: Er sei zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß und von muskulöser Gestalt gewesen. Bekleidet sei er dunkel und sportlich.

„Besonders auffällig aber waren wohl die Tätowierungen an den Unterarmen“, sagt die Polizeisprecherin. Auch zum Mercedes konnte das Mädchen einige Angaben machen. So habe der Pkw einen glänzenden silbernen Lack gehabt und der Mercedes-Stern auf der Motorhaube sei aufgestellt gewesen. „Ob es sich um einen Kombi oder eine Limousine handelte, wusste die Zehnjährige nicht genau“, berichtet die Polizeisprecherin.

Bereits im August wurde bei der Polizei ein ähnlicher Fall angezeigt, als ein Fünfjähriger in der Bertolt-Brecht-Straße aufgefordert worden war, zu einem Mann ins Auto zu steigen. Ebenfalls mit einem silbernen Pkw soll der Mann, der aber 55 bis 65 Jahre alt gewesen sein soll, seinerzeit unterwegs gewesen sein. Antje Unger: „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass es keinen Zusammenhang gibt.“

Deshalb rate sie auch von Panik ab. Eltern gibt sie den Tipp, mit ihren Kindern eher sachlich und allgemein über diese Thematik zu sprechen – nicht explizit über den aktuellen Fall. Denn das würde die Kinder verängstigen. „Hilfreich ist es, mit den Kindern den Schulweg abzugehen, und sogenannte Rettungsinseln, wie beispielsweise Geschäfte, als sicheren Ort zu zeigen“, sagt die Polizistin.

Ratsam sei es auch, dass Kinder, wenn Fremde sie ansprechen, laut „Nein“ sagen und sich eventuell an andere Erwachsene wenden. „Auf alle Fälle aber sollten sie sich nicht auf Hinterhöfe oder Hausaufgänge flüchten, sondern im öffentlichen Raum bleiben“, betont Unger.

Anja Krüger

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