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Mehr als 100 Geflügelhalter kontrolliert

Reinkenhagen Mehr als 100 Geflügelhalter kontrolliert

In Reinkenhagen wurde am Wochenende eine Drei-Kilometerzone eingerichtet

Reinkenhagen. . Nachdem am Freitag in einem Privatgeflügelbestand in Reinkenhagen (Gemeinde Sundhagen) der mittlerweile dritte Fall eines H5N8-Erregers in Mecklenburg-Vorpommern in einem Privatgeflügelbestand bekannt geworden war, setzte am Wochenende eine großangelegte Kontrolle aller Geflügelbestände rund um diesen Akutfall ein. In Reinkenhagen wurde deshalb eine Drei-Kilometer-Zone gebildet. „Wir haben darin alle gemeldeten Hausgeflügelbestände auf den Verdacht von Vogelgrippe untersucht“, sagte am Sonnabend Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen.

Die Behörde sei mit insgesamt fünf Teams, sowohl in Barth, wo zuvor ein Fall aufgetreten war, als auch in Sundhagen bis in den späten Sonnabendnachmittag unterwegs gewesen. Insgesamt wurden dabei mehr als 300 Stallungen, davon weit über 100 in Reinkenhagen und Umgebung begutachtet. Unterstützt wurde das zuständige Veterinäramt des Landkreises dabei von Mitarbeitern des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei aus Rostock sowie von Vertretern der Ordnungsämter in Barth und Miltzow.

In Sundhagen beteiligten sich außerdem viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr an den Kontrollen. Sie stellten nicht nur Einsatzkräfte, sondern auch Fahrzeuge und einen Pausenraum in ihrem Gerätehaus Reinkenhagen zur Verfügung.

„Wir möchten uns bei allen bedanken, die mitgeholfen haben, die Bestände zu kontrollieren, sagte noch Sonnabendabend Dr. Leonore Lange, die zuständige Amtstierärztin des Landkreises. Insbesondere richtete sie ihren Dank auch an die örtlichen Ämter, bei denen die Geflügelhalter gelistet sind. „Das hat uns sehr geholfen", so Lange.

Bislang hat sich kein neuer Verdachtsmoment bestätigt. Im Falle des in Reinkenhagen festgestellten akuten Falles in der letzten Woche mussten dort sofort insgesamt 75 Enten, Hühner und Tauben getötet werden. Die Ställe wurden daraufhin desinfiziert.

Auch Landrat Ralf Drescher (CDU) war in die Kontrollen am Wochenende involviert. „Wir haben die Lage im Griff“, betonte er.

Sein Sprecher Olaf Manzke ergänzte, dass alle Kontrollen stabsmäßig von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang durchgeführt würden. Das heißt auch, dass es einen genau festgelegten Ablaufplan gibt. Manzke informierte ebenfalls darüber, dass sich die Zahl der Hinweise aus der Bevölkerung, zum Beispiel, was tote, herumliegende Vögel beträfe, stark erhöht habe. Jedem Hinweis werde nachgegangen, versicherte er. Von 7 bis 17 Uhr hätten Bürger des Landkreises täglich, auch am Wochenende, die Möglichkeit, beim Stab Verdachtsfälle unter 03831/3572266 zu melden. Während der übrigen Zeit können Meldungen an die Leitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen in Stralsund unter 03831/3572222 weitergegeben werden, so Manzke.

Wegen der Vogelgrippe gilt bereits seit letztem Montag Stallpflicht für alle Tiere im Land.

Reinhard Amler

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