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Messermann-Prozess: Es war keine versuchte Tötung

Rostock Messermann-Prozess: Es war keine versuchte Tötung

Detlef N. muss sich vor dem Landgericht Rostock wegen mehrfacher, gefährlicher Körperverletzung verantworten. Haftstrafe oder Unterbringung in eine Entziehungsklink? Staatsanwaltschaft und Verteidigung uneinig über das Strafmaß.

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Vor dem Landgericht Rostock muss ein 52-jähriger Rostocker verantworten. Ihm wird mehrfache, gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Das Bild zeigt ihn mit seinem Anwalt Dr. Helge Fruhreip (r.).

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Endspurt im Prozess um Detlef N.: Beim Landgericht Rostock sind gestern die Abschlussplädoyers verlesen worden. Der Angeklagte aus Biestow hatte seine Frau und seine Tochter unter Alkoholeinfluss angegriffen und mit einem Messer verletzt. Er konnte erst durch Schüsse von der Polizei gestoppt werden.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung sind sich jedoch einig: Der Fall sei strafrechtlich nicht als versuchte Tötung, sondern als mehrfache, gefährliche Körperverletzung zu bewerten. Das Strafmaß legen beide Parteien jedoch unterschiedlich aus.

Die Staatsanwältin empfiehlt eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Sie fordert, dass neben Gesamtfreiheitsstrafe zusätzlich eine Unterbringung in eine Entziehungsanstalt auszusprechen sei. Der Haftbefehl sei aufrecht zu erhalten.

Der Pflichtverteidiger spricht sich hingegen für eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten aus. Er fordert, den Haftbefehl in eine Anordnung zur Unterbringung in einer Entziehungsanstalt umzuwandeln.

Das Urteil soll am 18. März um 14.30 Uhr verkündet werden.

Von Hegermann, Johanna

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