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Mordprozess: Unternehmer hat Leiche in Moor versteckt

Neubrandenburg Mordprozess: Unternehmer hat Leiche in Moor versteckt

Ein 48-Jähriger hat am Mittwoch am Landgericht Neubrandenburg ein Teilgeständnis abgelegt. Der Angeklagte hat eingeräumt, eine Frau in Siedenbollentin getötet zu haben.

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Richterhammer auf einer Richterbank.

Quelle: Uli Deck/archiv

Neubrandenburg. Im Prozess um den Mord an einer Frau in Siedenbollentin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) hat der Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Der 48-Jährige räumte am Mittwoch am Landgericht Neubrandenburg ein, dass er die 29-Jährige im Mai in ihrer Wohnung getötet hat. Er habe die Frau bei einem Streit gewürgt und dann den Leichnam in einem Moor versteckt. Wegen seines Alkoholkonsums könne er sich an einzelne Etappen in jener Nacht aber nicht erinnern: „Ich weiß nicht mehr, was ich gleich nach dem Würgen gemacht habe.“ Der Angeklagte bestritt, dass es im Vorfeld zu einem Sexualdelikt gekommen sei.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Unternehmer Mord vor. Er soll nach der Aufstiegsfeier eines Fußball-Clubs Kaffee bei der Frau getrunken haben. Er habe sich ihr sexuell genähert und sie nach ihrer Weigerung umgebracht, um das Geschehen zu verdecken. Der Angeklagte hatte die Tat bei der Polizei gestanden, vor Gericht aber bisher geschwiegen. Mit den Angaben hofft die Verteidigung auf ein Urteil wegen Totschlags.

Die Ehefrau des Angeklagten hatte die Polizei noch in der Nacht auf die Spur des 48-Jährigen gebracht. Sie hatte gesehen, wie ihr Mann am Abend des 6. Mai eine anscheinend leblose Person am Haus in sein Auto verfrachtet hatte und weggefahren war. Der Mann verriet später das Versteck der Leiche. Eine Gutachterin erklärte, dass die Frau Würgemale hatte und an „stumpfer Gewalt“ gestorben sei.

Mehrere junge Frauen aus dem Ort hatten berichtet, dass der Mann sich auch ihnen sexuell genähert hatte. Der Prozess soll am 24. November fortgesetzt. Dann wird auch das psychiatrische Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten vorgestellt.

dpa/mv

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