Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Nach Einbruchserie: Polizei verteilt jetzt Infoblätter

SANITZ/BAD DOBERAN Nach Einbruchserie: Polizei verteilt jetzt Infoblätter

Beamte erhoffen sich weitere Hinweise auf Täter / Bürger sollen Terrassentüren besser sichern / Einbrecher vor allem in Blankenhagen und Bentwisch unterwegs

Voriger Artikel
Tödlicher Unfall: Radlader überrollt Fußgänger
Nächster Artikel
Dieb stiehlt 74-Jährigem Geldbörse mit gesamter Monatsrente

Mit diesem Flyer informiert die Polizei die Bewohner.

Quelle: OZ

Sanitz/Bad Doberan. Mit einer breit angelegten Informationskampagne will die Polizeiinspektion Güstrow den Tätern auf die Spur kommen, die seit September des vergangenen Jahres für etwa 80 Einbrüche in Einfamilienhäuser verantwortlich sind: Am Sonnabend werden an die Haushalte in den Bereichen der Ämter Rostocker Heide und Carbäk rund 4000 Informationsblätter verteilt.

OZ-Bild

Beamte erhoffen sich weitere Hinweise auf Täter / Bürger sollen Terrassentüren besser sichern / Einbrecher vor allem in Blankenhagen und Bentwisch unterwegs

Zur Bildergalerie

„Das ist ein relativ ungewöhnlicher Weg, den wir da gehen“, sagte gestern Kristin Hartfil, Sprecherin der Polizeiinspektion in Güs-

trow. „Wir haben zwar immer wieder einmal solche Hinweiszettel verteilt. Beispielsweise wenn es in Kühlungsborn im Sommer um Autoaufbrüche ging. Aber in diesem Ausmaß hatten wir das noch nicht.“

Verteilt werden die Flyer nicht von der Polizei selbst, sie liegen einem Anzeigenblatt bei und dienen auch der Prävention.

Die beiden Ämter haben zusammen etwa 16 300 Einwohner. Zu dem Schritt, die Öffentlichkeit auf breiter Basis zur Aufmerksamkeit aufzufordern, hatte bei der Polizei auch gewiss beigetragen, dass die hohe Anzahl an Einbrüchen allein in einem solch kleinen Bereich registriert worden war. „Wir versprechen uns auf der einen Seite von dieser Aktion, dass wir mehr Hinweise auf die Täter bekommen“, sagte die Polizeibeamtin weiter. „Außerdem wollen wir auch die Bürger für diese Einbruchserie sensibilisieren und darauf hinwirken, dass sie ihre Häuser besser sichern.“

Seit Anfang Dezember arbeitet eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe an der Aufklärung der Einbrüche, sie ist bei der Polizei in Bad Doberan angesiedelt. Vor allem betroffen von der Einbruchserie waren bislang die Orte Rövershagen, Blankenhagen, Bentwisch und Mönchhagen. „Diese Ermittlungsgruppe wird ganz nach unseren jeweiligen Maßnahmen auch immer wieder personell verstärkt“, sagte die Polizeisprecherin. In der Vergangenheit seien Beamte sowohl in Uniform als auch in Zivil in den Dörfern unterwegs gewesen. Zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen hielt sich Kristin Hartfil bedeckt, auch um welchen potenziellen Täterkreis es sich handeln könnte, wollte sie nicht sagen.

Üblicherweise unterscheiden die Polizeibeamten zwei Tätertypen. Dies sind einmal Gruppen, die sich zeitweilig in der Region aufhalten und organisiert Straftaten begehen. Andererseits kann es sich auch um Einzeltäter handeln, die sich vielfach bei nächtlichen Streifzügen Geld für ihre Drogensucht beschaffen wollen.

„Die Täter nehmen alles mit, was sich schnell und leicht transportieren lässt“, sagte Kristin Hartfil. In der Regel war bei den Einbrüchen eine Beute gemacht worden, deren Wert zwischen 500 und 2000 Euro gelegen habe; hinzu kam dann noch der Sachschaden an den Türen.

Auffallend an den Einbrüchen ist zudem, dass die Täter meist nach Mitternacht kommen und über die Terrassentüren in die Häuser gelangen, so die Polizei. Sie bohren die Rahmen der Türen an und öffnen von außen den Riegel — das auch, wenn die Bewohner im Hause sind. Viele Einbruchsopfer verkraften ein solches Eindringen in ihren Bereich psychisch erst nach langer Zeit.

Schnelle Hilfe

Präventionstipps gegen Einbrecher bekommen die Bürger bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in der Ulmenstraße 54 in Rostock, Telefon ☎ 0381/491631

30.

Wer in den betroffenen Gemeinden Beobachtungen zu der Einbruchsserie gemacht hat, wendet sich an das Polizeirevier in Sanitz, John-Brinckman- Straße 7 a, ☎ 038209/440.

Hinweise an die Beamten werden vertraulich behandelt. Wer direkt von einem Einbruch betroffen ist, wählt den Notruf 110. Den Tatort sollte man auf jeden Fall unberührt lassen, damit die Beamten Spuren sichern können.

Von Michael Schißler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
PP Rostock

Am 27.03.2016 gegen 00:20 Uhr sollte in Güstrow, Plauer Chaussee ein PKW Skoda kontrolliert werden.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge