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Nach Haftstrafe für Sprengstoff-Bastler: Berufung eingelegt

Neubrandenburg Nach Haftstrafe für Sprengstoff-Bastler: Berufung eingelegt

Weil er in seiner Wohnung explosiven Substanzen experimentiert und im Freien etwa 50 Mal Sprengungen ausprobiert hat, soll ein Mann aus Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ins Gefängnis.

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Weil er mit Sprengstoff experimentiert hat, wurde ein 34-Jähriger aus Woldegk zu einer Haftstrafe verurteilt. Dagegen legt er jetzt Berufung ein.

Quelle: Stefan Sauer/dpa

Neubrandenburg. Der Prozess gegen einen Mann aus Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte), der in seiner Wohnung mit Sprengstoff hantiert hat, geht in die nächste Instanz. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts Neubrandenburg am Donnerstag erklärte, hat sein Anwalt Berufung gegen das Urteil eingelegt, so dass das Landgericht neu verhandeln müsste. Der 34-jährige Mann war am 14. September wegen Verstoßes gegen Sprengstoff- und Waffengesetze zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Die Strafe solle potenzielle Nachahmer abhalten und könne nicht zur Bewährung ausgesetzt werden, hatte Richter Jörg Landes erklärt.

Verteidiger und Staatsanwaltschaft hatten beide eine Bewährungsstrafe für den Mann gefordert. Er hatte zugegeben, fast drei Jahre in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit großen Mengen an explosiven Substanzen experimentiert und im Freien etwa 50 Mal Sprengungen ausprobiert zu haben. Das Chemie-Arsenal, darunter Nitroglycerin in einer Flasche im Kühlschrank, war nur durch Zufall im Februar entdeckt worden. Eine Nachbarin sah Qualm und rief die Feuerwehr. Zur Bergung war das gesamte Haus stundenlang evakuiert worden.

dpa/mv

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