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Nach Kellerbrand: Wobag tauscht Isolierung aus

Grevesmühlen Nach Kellerbrand: Wobag tauscht Isolierung aus

Am Sonntag war in einem Wohnblock in Grevesmühlen ein Feuer ausgebrochen / Deckenisolierung wird erneuert

Grevesmühlen. Die Bewohner des Hauses im Ploggenseering 27 in Grevesmühlen sind am Sonntag nur knapp einer Katastrophe entronnen. Weil Mischlingshund „Trixi“

OZ-Bild

Am Sonntag war in einem Wohnblock in Grevesmühlen ein Feuer ausgebrochen / Deckenisolierung wird erneuert

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rechtzeitig Alarm geschlagen hatte, konnten sich die Bewohner ins Freie retten beziehungsweise die Feuerwehr holte die Menschen aus dem Gebäude. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Die Feuerwehrleute berichteten, dass im Keller, wo der Brand ausgebrochen war, die Deckenisolierung gebrannt habe. Giftiger Qualm war durchs Treppenhaus gezogen. „Wir haben inzwischen reagiert“, berichtet Uta Woge, Geschäftsführerin der Wobag. Dem Unternehmen gehört der Wohnblock. „Die Isolierungen werden in dem Keller ausgetauscht, die Aufräumarbeiten laufen bereits. Wir tun alles, um den Schaden möglichst schnell zu beseitigen.“ Anstatt der entzündbaren Styroporplatten werden künftig nicht brennbare Isolierungen an der Decke verwendet.

Das empfiehlt auch Peter Hamouz, beim Landkreis unter anderem zuständig für den Brandschutz. „Die Isolierungen wurden vor 25 Jahren angebracht. Damals waren diese Platten eine gute und schnelle Lösung.“

Heute dürfen sie nicht mehr verwendet werden. Seit knapp zehn Jahren gibt es diese Art der Isolierung für Kellerdecken nicht mehr. „Der Grund liegt darin, dass sich bei einem Feuer gefährliche Gase entwickeln können.“ Der Fall im Ploggenseering habe gezeigt, was passieren könne. Bei der Wobag ist das Thema nicht erst seit dem Vorfall vom Sonntag aktuell. „Wir müssen sehen, was machbar ist“, betont Uta Woge. Es gibt laut Peter Hamouz mehrere Möglichkeiten, um den Brandschutz auf den neuesten Stand zu bringen. „Eine Lösung sind Rauchschutztüren, die den Qualm aus dem Treppenhaus fernhalten.“ Rein rechtlich gebe es allerdings keine Handhabe, Vermieter zu zwingen, die alten Isolierungen auszutauschen. „Wir bieten als Landkreis unsere Hilfe an, wenn es Fragen dazu gibt“, so Hamouz. Michael Prochnow

OZ

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