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Nach MEK-Panne: Weiteres Opfer fordert eine Entschädigung

Plau/Lutheran Nach MEK-Panne: Weiteres Opfer fordert eine Entschädigung

Rotlichtgröße Nico S. aus Plau am See wollte sich bis Sonntag stellen, ist aber weiter flüchtig. Auf der Suche nach ihm sind bei Polizeieinsätzen mehrere Menschen verletzt worden. Zwei wollen klagen.

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Nach einem Einsatz eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) in Lutheran: Zivile Polizeiautos haben einen Geländewagen eingekeilt.

Quelle: Michael-Günther Bölsche/dpa

Plau/Lutheran. Der von der Polizei gesuchte Zuhälter Nico S. ist weiterhin auf der Flucht. Der Mann aus Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wollte sich bis Ende vergangener Woche stellen, doch passiert ist das bis Montagabend nicht. Auf der Suche nach dem 38-Jährigen sind mehrere Unbeteiligte ins Visier der Polizei geraten und zum Teil schwer verletzt worden.

In Lutheran bei Lübz hat ein Beamter des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) am 12. Februar dem Autofahrer David A. (27) in den Kopf geschossen. Er verlor sein rechtes Auge und klagt auf Hunderttausende Euro Schadensersatz.

Auch sein Beifahrer fordert jetzt eine Entschädigung. Er soll von den Beamten aus dem Auto gezogen und brutal auf den Asphalt gedrückt worden. Dabei sollen die Beamten dem frisch an der Bandscheibe operierten Mann in den Rücken getreten haben, weshalb seine Beine immer noch taub seien.

David A. (27) hat die Klinik mittlerweile verlassen und befindet sich in psychologischer Behandlung. „Mein Mandant kann den Verlust seines Auge nur sehr schwer verarbeiten“, berichtet Anwalt Benjamin Richert. Die Hoffnung, ihm schnell ein bewegliches Implantat einsetzen zu können, habe sich nicht erfüllt. „Die Verletzungen müssen erst verheilen, vermutlich kann die erste Operation erst in sechs Monaten stattfinden“, sagt Richert.

Von Kerstin Schroeder

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