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Neuer Stadtteil-Polizist klärt die Alltagsprobleme in der KTV

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Neuer Stadtteil-Polizist klärt die Alltagsprobleme in der KTV

Hans-Joachim Borchert (54) ist für diesen Stadtteil zuständig / 21 gibt es in Rostock

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Verkehrsprobleme am Thomas-Müntzer- Platz, Konflikte zwischen Fußgängern und Autofahrern an Haltestellen, zugeparkte Feuerwehrzufahrten: Für Hans-Joachim Borchert gehören diese Probleme zum Alltag. Der 54-Jährige ist der neue Kontaktbeamte in der Kröpeliner-Tor- Vorstadt. Er ist ein „Polizist zum Anfassen“. Er möchte mit den Anwohnern ins Gespräch kommen, Probleme des Alltags schnell klären und Hinweise an seine Kollegen weiterreichen. Hans-Joachim Borchert ist Zuhörer, Mahner, Hinweisgeber und Nachbar in Uniform.

Sie prägen das Bild der Polizei in der Öffent- lichkeit.“Yvonne Hanske, Polizei

Bei einer Vorstellungsrunde im Ortsbeirat hatte er viel zu notieren. Anwohner nutzten die Gelegenheit, ihre Sorgen mitzuteilen. Ein großes Problem: Die parkenden Autos am Thomas-Müntzer- Platz. Autos würden oft den Innenring zuparken, sodass Müllfahrzeuge nur schwer durchkommen würden, teilte eine Anwohnerin mit. Auch die Feuerwehr hätte Probleme, bei einem möglichen Einsatz dorthinzugelangen.

„Ich werde diesen Platz in meiner nächsten Runde aufnehmen und mir das Problem anschauen“, sagt er.

Hans-Joachim Borchert berichtet, dass der ruhende Verkehr nur einen Teil seiner Arbeit ausmacht. Ein Schwerpunkt liegt in der Schulwegsicherung. „Mir ist wichtig, dass Kinder auf Rädern einen Helm tragen und im Auto angeschnallt sind. Ich kontrolliere auch, ob der Airbag richtig verwendet wird“, so der Beamte. Er will die profanen Dinge des Alltags bei Eltern und Großeltern abrufen und das sie diese verinnerlichen. Auch die Radfahrer sind im Visier. „Ich führe regelmäßig Kontrollen durch. 18-Jährige bis Leute aus dem Jahrgang 1934 begehen Vergehen auf dem Rad“, sagt er.

Ortsbeirats-Vorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09) hatte noch auf gleich vier Gefahrenstellen aufmerksam gemacht. Alle liegen in der Doberaner Straße. „An zwei Punkten befinden sich Straßenbahn-Haltestellen. Da die Fahrgäste nach dem Aussteigen über die Straße müssen, ist es dort enorm gefährlich. Die Leute haben kaum eine Chance zu gucken, ob ein Auto kommt“, sagt sie.

Hans-Jürgen Borchert hat sich alle Anregungen in seinem Block notiert und sich viel vorgenommen für die nächste Zeit. „Mein Gebiet ist groß. Von daher werde ich zwei Drittel meiner Arbeitszeit auch draußen verbringen“, so Borchert.

Er ist einer von insgesamt 21 Kontaktbeamten in der Hansestadt. „Sie sollen grundsätzlich Präsenz in ihrem Bereich zeigen und damit Ansprechpartner für alle Bewohner, Gewerbetreibende und Organisationen sein“, teilt Polizeisprecherin Yvonne Hanske mit. Eingesetzt werden sie aber auch bei größeren Einsätzen, etwa bei Fußballspielen. „Natürlich unterstützen wir uns auch gegenseitig und helfen bei größeren Aufgaben auch in anderen Stadtteilen aus“, sagt Hans-Joachim Borchert.

Da die Kontaktbeamten vor allem zu Fuß unterwegs sind, soll es einfacher sein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. „Sie nehmen natürlich auch Anzeigen auf und sprechen mit Beteiligten“, so Yvonne Hanske. So ließe sich einiges schnell und unkompliziert regeln, „bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“. „Aus meiner Sicht sind sie unverzichtbar und prägen ganz wesentlich das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit“, sagt die Polizeisprecherin.

21 Kontaktbeamte in der Hansestadt

21 Kontaktbeamte gibt es insgesamt in Rostock. Fünf gehören zum Polizeirevier Dierkow (davon zwei für Markgrafenheide), neun zum Polizeirevier Lichtenhagen (davon zwei für Warnemünde) und sieben zum Polizeihauptrevier Reutershagen. In den jeweiligen Revieren haben die Kontaktbeamten auch ihre Büros.

Das Revier Reutershagen betreut die Stadtteile Stadtmitte, Hansaviertel, KTV, Reutershagen, Biestow, Südstadt und Gartenstadt/Stadtweide.Kontakt: ☎ 03 81 / 4 91 60

Von Mathias Otto

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