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Neues Polizeihaus mit Öko-Charme

Heringsdorf Neues Polizeihaus mit Öko-Charme

Ökologisch, ökonomisch und soziokulturell soll das Revier im Heringsdorfer Waldbühnenweg werden

Heringsdorf. Im Herbst 2017 sollen die 55 Mitarbeiter des Heringsdorfer Polizeireviers und der Außenstelle des Anklamer Kriminalkommissariats wieder unter einem Dach arbeiten. Dann wird im Heringsdorfer Waldbühnenweg das neue Polizeigebäude übergeben.

„Mit dem Bau einer nachhaltigen Behörde will das Land auf der schönsten Insel Deutschlands ein Beispiel setzen“, sagt Winfried Tasler, Leiter des Neubrandenburger Geschäftsbereichs des landeseigenen Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL). Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs sei ein Gebäude entworfen worden, das voraussichtlich 5,5 Millionen Euro kosten und alle ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Anforderungen erfüllen werde. Diesem Anspruch will der BBL von der Planung bis zum Nutzungsende in geschätzt 50 Jahren gerecht werden. Dazu kam unter anderem Glasschotter zur Dämmung und Höhenregulierung unter das Fundament und von organischen Bindemitteln gehaltener Basaltstein an die Fassade. Eine Luft-Wasser- Wärmepumpe übernimmt die Heizung, die zusätzlich aus Sonnenkollektoren auf dem Dach gespeist wird. „Auf das Gründach kommt eine 176 Quadratmeter Photovoltaikanlage“, erklärt Tasler. Bei der Planung sei besonders darauf geachtet worden, dass das Raumklima soziokulturellen Anforderungen entspricht und dass bei verändertem Raumbedarf bauliche Anpassungen möglich sind. Tasler hebt noch besonders hervor, dass die zwischen den Fenstern eingebauten Verschattungen auf die konkreten Sonnenverhältnisse des Standortes eingerichtet werden.

Sämtliche Sicherheitsfragen wurden mit dem Landeskriminalamt abgestimmt. Dass das Revier barrierefrei gebaut wird, versteht sich für eine Behörde von selbst.

Im März wurde mit den Bauarbeiten begonnen, im Oktober soll Richtfest gefeiert werden und schließlich im September 2017 die Übergabe des Gebäudes samt Außenanlage an die Polizei erfolgen. Bernd Nabert, Leiter des Heringsdorfer Polizeireviers sagt: „In diesem Haus wird sich die Atmosphäre der Arbeit für alle Kollegen erheblich verbessern.“

Zurzeit agieren die Kollegen des Heringsdorfer Reviers aus dem zu eng gewordenen Hauses in der Seestraße. Eine Erweiterung der Raumkapazität an diesem Standort war aus städtebaulichen Gründen von der Gemeinde abgelehnt worden. Wie BBL-Pressesprecher Christian Hoffmann sagt, komme das Haus nach dem Auszug der Beamten auf den Prüfstand: „Sollte sich kein Bedarf für eine andere Landesdienststelle ergeben, wird es veräußert.“

Angelika Gutsche

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