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Party-Nacht für Schutzengel am Stralsunder Strand

Stralsund Party-Nacht für Schutzengel am Stralsunder Strand

Mehrere DJs haben an der Sundpromenade mit ihrer Musik für gute Stimmung gesorgt / Getanzt wurde bis in den frühen Morgen hinein

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Bis zwei Uhr morgens tanzten die jungen Leute bei der Schutzengelparty im Strandbad. Fotos (4): Christian Rödel

Stralsund. Eine Art akustischen Wettkampf, bei dem einer den anderen in Sachen Lautstärke scheinbar überbieten wollte, lieferten sich am Samstagabend unfreiwillig zwei Open-Air-Veranstaltungen am Ufer des Strelasundes. Bei der Carmina-Burana-Aufführung waren während der leisen Konzertmomente die dumpf dröhnenden Bässe aus den Lautsprecherboxen der DJs auf der Schutzengel-Party am Stadtstrand nicht zu überhören. „Ja, im Sommer gibt es in Stralsund viele Freiluftveranstaltungen, da lässt sich so etwas leider nicht immer verhindern“, bedauerte Bert Linke, dessen Event-Firma Turbine die Schutzengel-Party im Auftrag der Polizei zum wiederholten Male organisiert hatte.

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Mehrere DJs haben an der Sundpromenade mit ihrer Musik für gute Stimmung gesorgt / Getanzt wurde bis in den frühen Morgen hinein

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Mit der wird regelmäßig jenen Mädchen und jungen Frauen Dankeschön gesagt, die als Schutzengel auf junge Kraftfahrer einwirken, damit sie sich hinterm Lenkrad nicht überschätzen und auch dafür sorgen, dass sie zum Beispiel nach Partys nicht unter dem Einfluss von Alkohol fahren. Die Schutzengel-Aktion gibt es im Landkreis Vorpommern-Rügen bereits seit mehreren Jahren.

Wie notwendig sie ist, zeigen die Unfallstatistiken der Polizei. Denen ist zu entnehmen, dass ein Großteil der im Straßenverkehr tödlich verunglückten Personen zwischen 18 und 24 Jahre alt ist. Oft spielen Unerfahrenheit, Selbstüberschätzung, aber auch Leichtsinnigkeit und Risikobereitschaft infolge von Alkohol und anderer Drogen eine Rolle. Gerade die Unfallquote auf Nordvorpommerns Straßen ist alarmierend hoch.

Erst vor wenigen Tagen ereignete sich ein Unglück, bei dem ein 17-jähriger Beifahrer gestorben ist. Der 18-jährige Fahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Er hatte die Kontrolle über seinen Hyundai verloren, war von der Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume geprallt. Um solchen schweren Unfällen entgegen zu wirken, wurde die Schutzengel-Initiative ins Leben gerufen. Mädchen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren können Schutzengel werden und so positiv auf ihre Party-Begleiter einwirken, indem sie durch Überzeugungsarbeit versuchen, das Autofahren ihrer zumeist männlichen Altersgenossen unter Alkoholeinfluss zu unterbinden.

Die Schutzengel hatten Samstagnacht freien Eintritt bei der Beach-Party und feierten trotz einiger Regenschauer bis zwei Uhr morgens. Leider waren von der Polizei keine Beamten für Präventionsarbeit vor Ort, um den Jugendlichen Tipps für ihre Sicherheit im Straßenverkehr nach Partyende zu geben.

Christian Rödel

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