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Politiker stellt Strafanzeige wegen Windkraftschrott

Kenz-Küstrow Politiker stellt Strafanzeige wegen Windkraftschrott

Auslaufendes Öl verseuche bei Küstrow (Vorpommern-Rügen) den Boden, sagte Ralf Borschke (AfD).

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Überreste abmontierter Windräder am Küstrower Berg. Aus ihnen soll Öl auslaufen und den Boden verseuchen.

Quelle: privat

Kenz-Küstrow. Ärger um abmontierte Windräder: Der energiepolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Schweriner Landtag, Ralf Borschke, hat Strafanzeige wegen Bodenverunreinigung gegen unbekannt gestellt. Borschke war den Hinweisen eines Bürgers nachgegangen. Demnach sollte am Küstrower Berg (Vorpommern-Rügen) aus den Überresten abmontierter Windräder Transformatorenöl auslaufen und den Boden verseuchen.

„Ich bin entsetzt, dass hier offenbar seit Monaten nichts passiert und dass sich für diesen Windkraftschrott niemand zuständig fühlt“, kritisiert er. Er habe selbst gesehen, wie der Boden dort massiv verseucht werde. Borschke warnt: Mit solchen Giftstoffen sei nicht zu spaßen.

Von auslaufendem Öl wisse er nichts, erklärte Bürgermeister Harald Reinecke (Freie Unabhängige Wählergemeinschaft) am Donnerstag. „Durch einen Sturm sind vor zwei Jahren Hauben der Mühlen durch die Gegend geflogen“, sagte er. Da sie auf eine Ackerfläche gestürzt wären, habe er den Betreiber seinerzeit per E-Mail aufgefordert, die Hauben einzusammeln. Der Betreiber habe jedoch nicht auf die Mail reagiert.

Deshalb hätte Reinecke die Hauben selbst vom Acker abtransportiert. „Wir haben seit dem Abbau der Türme vor Jahren leider nichts mehr von dem Betreiber gehört“, bedauert der Bürgermeister. Die abgebauten Windkrafttürme lägen auf Privatland. Da könne die Gemeinde nicht einschreiten.

Ilka Pflüger, Sprecherin der Polizeiinspektion Stralsund, bestätigte am Donnerstag, dass Anzeige erstattet wurde. Sie bestätigte zudem, dass augenscheinlich Öl ins Erdreich gedrungen sei. Allerdings sei eine Mengenangabe vorerst nicht möglich.

Detlef Lübcke

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