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Polizei am Limit: Kaum noch Zeit für Streifen

Rostock Polizei am Limit: Kaum noch Zeit für Streifen

Im OZ-Interview richtet Rostocks Polizeichef Michael Ebert ein dringenden Appell an die Politik: Die Ordnungshüter in der Hansestadt seien am Limit und bräuchten mehr Personal. Für normale Streifen fehlt schon jetzt die Zeit.

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Rostocks Polizeichef Michael Ebert fordert mehr Personal für die Reviere in der Hansestadt.

Quelle: Ove Arscholl (archiv)

Rostock. Alle zehn Minuten muss in Rostock die Polizei ausrücken - zumindest rechnerisch. Mit insgesamt rund 50 000 Einsätzen seien die Ordnungshüter nun aber an der Leistungsgrenze angekommen, warnt Polizeichef Michael Ebert. Im OZ-Interview richtet er deutliche Worte an die Politik: Die Zeit des Sparens bei der Polizei müsse vorbei sein, die Ordnungshüter der Hansestadt seien am Limit. Die Reviere bräuchten mehr Personal – damit sie auch wieder auf Streife gehen und die Bürger sich sicherer fühlen können.

„Die Polizei hat auch den präventiven Auftrag, es gar nicht erst zu Straftaten kommen zu lassen. Zum Beispiel, indem wir ohne konkreten Einsatz in den Stadtteilen Streife fahren oder in einer Kleingartenanlage nach dem Rechten sehen. Dafür haben wir kaum noch Zeit. Oft fahren wir von Notruf zu Notruf“, sagt Ebert. Er hoffe auf ein Umdenken in der Politik: „ Es besteht, glaube ich, in der Politik Konsens, der inneren Sicherheit wieder mehr Beachtung zu schenken.“

In Rostock arbeiten derzeit 450 Polizeibeamte, 250 davon im Schicht. Mit mehr Personal würde Ebert den Streifendienst auf den Revieren stärken.

Andreas Meyer

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