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Polizei bedankt sich für couragiertes Verhalten

Anklam/Wolgast Polizei bedankt sich für couragiertes Verhalten

Urlauber aus Chemnitz halfen im Februar zwei Polizisten, die in einer Verkehrskontrolle in Gefahr waren

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Polizeioberrat Tino Peisker (l.) übergab an Nino Jistel und seine Freundin Mandy Uhlmann einen Präsentkorb und eine Urkunde. Polizeihauptmeister Mirko Wiedecke bedankte sich auch für den Einsatz.

Quelle: Foto: Hannes Ewert

Anklam/Wolgast. Den 9. Februar wird Nino Jistel aus Chemnitz nicht so schnell vergessen. Der 27-Jährige war auf dem Rückweg von Koserow nach Hause, doch in Wolgast-Mahlzow erlebte er eine Szene, die er noch nie sah. Zwei Polizisten versuchten einen betrunkenen Autofahrer aus Lütow zu bändigen, der zuvor in einer Verkehrskontrolle angehalten wurde und ausrastete. Jistel zögerte nicht lange und half den Polizisten. Einer von ihnen wurde sogar verletzt und war später zwei Wochen außer Dienst. Für sein couragiertes Verhalten erntete der Meister für Reifen- und Fahrzeugtechnik viel Lob und wurde gestern Nachmittag von Tino Peisker, dem stellvertretenden Polizeiinspektionsleiter in Anklam, ausgezeichnet. Er erhielt einen Präsentkorb, eine Urkunde und einen Plüsch-Teddy. „Wir haben das Blaulicht gesehen, sind vorsichtig herangefahren und ich sah, dass die Polizisten in einer Notlage waren. Sie riefen um Hilfe“, erklärt Jistel. Als er ihnen half, wurde der Sachse sogar noch an der Hand verletzt.

Polizeihauptmeister Mirko Wiedecke, der damals von dem Betrunkenen zu Boden geprügelt wurde, bedankte sich ebenfalls bei dem jungen Mann aus Chemnitz. „Mir fehlen in meiner Erinnerung mehrere Augenblicke. Ich weiß nur, dass der Mann mir immer wieder auf die Schläfe schlug. Nach dem Vorfall war ich 24 Stunden im Krankenhaus und zwei Wochen krankgeschrieben“, erzählt er.

Zunächst sah es nach einer gewöhnlichen Verkehrskontrolle aus. „Er zeigte seine Papiere und pustete in das Gerät. Es blieb bei 1,86 Promille Atemalkohol stehen. Als er dann zur Blutentnahme sollte, rastete er aus und drohte, uns umzubringen. Er sagte, dass man sich nicht mit einem Feldjäger anlegen sollte.“

„Der Urlaub war ein Geburtstagsgeschenk meiner Freundin“, erzähl Jistel. Jetzt verbringt das Paar wieder ein Wochenende an der Küste – dieses Mal spendierte ein Hotelier den Aufenthalt als Dankeschön für ihr Verhalten.

he

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