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Polizei verstärkt Kontrollen

Wolgast Polizei verstärkt Kontrollen

Dutzende Fahrer wurden in Wolgast aus dem Verkehr gezogen und überprüft. Im Fokus der Überprüfungen stand das Fahren unter Alkohol und Drogen.

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Uwe Conrad gibt mit dem Funkgerät Hinweise an Kollegen.

Wolgast. Mit dem Funkgerät steht Polizeihauptmeister Uwe Conrad an einer Häuserwand am Wolgaster Oberwall und beobachtet den vorbeifahrenden Verkehr. Im Volksmund nennt man solche Funktionen auch „Petze“, er sagt Meldeposten dazu. Nach ein paar Minuten fährt ein Mann vorbei, der mit dem Handy spielt. Über den Funk gibt er den Hinweis an seinen Kollegen Philipp Schlieter weiter. Dieser zieht ihn raus. Solche Szenen wie diese spielen sich am Dienstagabend häufiger in Wolgast ab. Die Polizei kontrolliert im Rahmen der themenorientierten Verkehrskontrollen wieder verstärkt. Der Fokus liegt auf Alkohol und Drogen am Steuer. Dass auch mal ein Handysünder oder ein Gurtmuffel „ins Netz geht“, ist für die Polizisten ein erfreulicher Beifang.

OZ-Bild

Dutzende Fahrer wurden in Wolgast aus dem Verkehr gezogen und überprüft. Im Fokus der Überprüfungen stand das Fahren unter Alkohol und Drogen.

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Alkohol am Steuer

1,3 Prozent aller Verkehrsunfälle ereignen sich aufgrund von Alkohol und Drogen am Steuer.

97 Unfälle gab es im vergangenen Jahr im Landkreis durch Alkohol am Steuer. Dabei wurde eine Person getötet. Vor drei Jahren waren es noch 132 Fälle. 11 Personen hatten im Vorjahr vor einem Unfall Drogen konsumiert.

Der Hufschmied, der auf dem Weg zu einem Usedomer Reiterhof ist, erklärt sein fahrlässiges Verhalten damit, dass er den Ort auf der Karte suchen wollte. Die Polizisten kennen kein Pardon. „Die Nutzung des Handys ist grundsätzlich untersagt. Ob er die Playlist aktualisieren will, das Navigationsgerät einstellt oder eine Nachricht schreibt – alles sind Ordnungswidrigkeiten“, erklärt Sprecherin Carolin Radloff. Den Fahrer erwarten nun einen Punkt in der Verkehrssünderkartei und 60 Euro Geldstrafe.

Später rollt ein silberner Mercedes in die Kontrolle. Am Steuer sitzt ein junger Mann, Ende 20. Sein Beifahrer ist nicht viel älter. Bei ihm schlägt der Atemalkoholtester an. 0,32 Promille stehen auf der Anzeige. Es war nicht das erste Mal, dass er auffiel. „Die Kollegen hatten schon des Öfteren mit ihm zu tun“, sagt ein Polizist. Der alkoholisierte Fahrer darf seine Reise fortsetzen, denn er hat nicht die gesetzliche Obergrenze von 0,5 Promille überschritten. Sollte er jedoch einen Unfall verursachen, kann es für ihn schwierig werden.

Alkohol und Drogen am Steuer sind im Land Mecklenburg-Vorpommern eines der Hauptunfallursachen. „Alkohol rangiert auf Platz drei der Unfallursachen. Hinter Vorfahrtsfehlern und überhöhter Geschwindigkeit“, erklärt Radloff. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald geht die Anzahl der Unfälle, die im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol stehen, zurück. „Die Anzahl der Unfälle mit Drogen steigt aber“, sagt sie. Durchschnittlich passieren zwei Unfälle in der Woche, die auf Alkohol oder Drogen zurückzuführen sind.

Dann winken die Polizisten einen 22-Jährigen aus dem Verkehr. Er gibt an, zwei Bier getrunken zu haben. Bei ihm zeigt das Messgerät einen Atemalkoholwert von 0,15 Promille an. Drogen hat er in letzter Zeit nicht genommen. Das bestätigt auch der Test. „Seine Reflexe an den Augen und am Körper waren in Ordnung. Es weist nichts auf Drogen hin“, sagt Hauptkommissar Enno Huppertz.

Hannes Ewert

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