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Polizei wertet immer mehr Handydaten aus

Schwerin Polizei wertet immer mehr Handydaten aus

Die Zahl der Funkzellenabfragen hat sich seit 2011 fast verzehnfacht. Es gibt keine Angaben zum Erfolg der Maßnahmen.

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Immer häufiger wertet die Polizei bei Ermittlungen Daten von Funktelefonen, Smartphones und Tablets aus.

Quelle: Caroline Seidel/dpa

Schwerin. Handyüberwachung durch die Polizei gehört in MV fast zum Alltag: 2015 setzten die Ermittler in 568 Fällen die Funkzellenabfrage ein – mehr als doppelt so oft wie im Jahr davor (26) und fast zehnmal so viele wie 2011 (62 Fälle). Bei diesem Instrument werden alle Daten von Funktelefonen, Smartphones und Tablets ausgewertet, die zu einer bestimmten Zeit in einem bestimmten räumlichen Bereich (Zelle) telefoniert oder SMS verschickt haben. Dazu fordert die Polizei nachträglich Verbindungsdaten von Mobilfunkfirmen an. Die Abfrage ist zur Aufklärung schwerer Straftaten wie Mord oder Raub zulässig, ein Richter muss sie genehmigen.

Laut Innenministerium hilft die Zellenabfrage, um etwa bei Serienstraftaten nachträglich Handybenutzer und mögliche Täter zu identifizieren, die sich stets in der Nähe der jeweiligen Tatorte aufhielten. Wie viele Taten so aufgeklärt wurden, lässt die Behörde offen. Die Abfrage sei stets nur einer von vielen Ermittlungsansätzen.

Der rasant wachsende Einsatz in MV sorgt für Ärger im Landtag. Die Grünen werfen der Regierung vor, mit einer neuen Richtlinie den Einsatz der Funkzellenabfrage noch mehr ausweiten zu wollen. Das Innenministerium weist das zurück.

Gerald Kleine Wördemann

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