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Polizeieinsatz verärgert Lokalbesucher

Stralsund Polizeieinsatz verärgert Lokalbesucher

Ein Polizeieinsatz vor dem Restaurant „Goldener Löwe“ sorgte am Mittwochabend für Aufsehen auf dem Alten Markt.

Stralsund. Ein Polizeieinsatz vor dem Restaurant „Goldener Löwe“ sorgte am Mittwochabend für Aufsehen auf dem Alten Markt. Carsten Richter war gegen 20 Uhr mit seiner Frau zu Gast an einem der Tische vor dem Haus. Nach ihren Beobachtungen habe ein offenbar betrunkener Mann Gäste angebettelt, ohne dass das Personal des Hauses erkennbar reagiert habe. Anscheinend wurde der Mann von einem Gast an einen Tisch gesetzt und etwas zu essen für ihn bestellt.

Statt des Essens sei die Polizei gekommen, habe den Mann aufgefordert, zu gehen. Weil der nicht reagierte, wurde laut Carsten Richter „massive Gewalt seitens der Beamten eingesetzt“. Der friedlich wirkende Mann sei von den Beamten gestoßen und zu Boden gerissen worden. Dann wurden ihm Handschellen angelegt. Der Gefesselte blieb bis zum Eintreffen eines Streifenwagens auf dem Pflaster liegen.

Norbert Wanitschke, einer der Geschäftsführer des „Goldenen Löwen“, sagt, dass Gäste rund um den Markt immer wieder von „Freigängern“, wie er sie nennt, angepöbelt werden. Einige dieser Leute hätten deshalb im „Löwen“ Hausverbot. Das lasse sich oft nur mit Hilfe der Polizei durchsetzen. Der Bettler vom Mittwoch war zwar nicht mit Hausverbot belegt, habe aber nach Aussage seines Personals Gäste belästigt. Deshalb sei vom Hausrecht Gebrauch gemacht worden. Um den Mann dazu zu bringen, sich zu entfernen, sei die Polizei gerufen worden.

Dietmar Grotzky, Leiter des Polizeihauptreviers, kennt den Fall. „Der Betroffene soll mit einer Bierflasche in der Hand Gäste um Geld angebettelt haben und der Aufforderung des Personals, zu gehen, nicht gefolgt sein“, sagt er. Gäste hätten das bestätigt. Als seine Beamten eintrafen, kam der Mann ihrer Weisung zu gehen nicht nach. Vielmehr soll er die Polizisten geschubst haben. „Da der Mann polizeibekannt ist, haben die Kollegen im Interesse der Eigensicherung gehandelt und ihm Handschellen angelegt“, erklärt der Revierleiter.

Der Delinquent hatte einen Atemalkohol von 1,45 Promille und kam zum Ausnüchtern in eine Zelle des Reviers. Carsten Richter indes ist schockiert über das Verhalten der Beamten. „Es hat mein Vertrauen in die Polizei erschüttert.“

jm

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