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Polizisten durch sogenannte Reichsbürger verletzt

Greifswald Polizisten durch sogenannte Reichsbürger verletzt

Eine Mutter und ihre beiden Söhne aus Greifswald, die sich zu der extremistischen Bewegung zählen, haben bei einer Verkehrskontrolle zwei Beamte mit Reizgas attackiert.

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Ein Reisepass der sogenannten „Reichsbürger“, die den Staat ablehnen.

Quelle: Patrick Seeger/dpa

Greifswald. Erstmals haben sogenannte Reichsbürger aus Greifswald Polizeibeamte verletzt. Bei einer Verkehrskontrolle am Dienstag im Stadtgebiet von Greifswald sollen eine Mutter (über 60 Jahre alt) und ihre beiden Söhne (Ende 20 und Anfang 30), die allesamt polizeibekannt sind, zwei Polizisten geschlagen und ihnen Reizgas in die Augen gesprüht haben.

Einer der Söhne konnte fliehen, die beiden anderen wurden zunächst festgenommen, später aber wieder aus der Polizeidienststelle entlassen. Gegen alle drei Greifswalder wurde Strafbefehl erlassen.

Leben im „Königreich Deutschland“

Reichsbürger geben vor zu glauben, noch im Deutschen Reich in den Grenzen von 1937 zu leben. Das befinde sich noch im Kriegszustand und ist seit 1945 von den Alliierten besetzt. Die Bundesrepublik sei dagegen eine Firma („BRD GmbH“).

Ihre Anhänger haben sich zu Organisationen wie „Königreich Deutschland“ zusammengeschlossen. Sie stellen eigene Ausweise aus und erkennen den Staat nicht an, viele äußern sich antisemitisch und rechtsextrem.

Cornelia Meerkatz

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