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Rad-Diebstähle in Grimmen gehen zurück

Grimmen Rad-Diebstähle in Grimmen gehen zurück

Mehr Fahrräder sind in Ribnitz und auf Rügen gestohlen worden / Jedes sechste ist nicht oder schlecht gesichert

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Die Polizisten Patrick Jankowski (28) und Elisa-Sophie Döbel (26) aus Ribnitz-Damgarten kontrollieren die Nummern der Fundräder, um zu sehen, ob sie gestohlen wurden.

Quelle: V. Wolfram

Grimmen. In Grimmen werden deutlich weniger Fahrräder gestohlen als noch in den letzten Jahren. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Polizei auf OZ-Anfrage herausgegeben hat. Bis Ende August 2016 gab es demnach 36 Anzeigen. Im vergangenen Jahr um diese Zeit waren es noch 51, vor zwei Jahren sogar 69.

 

OZ-Bild

Die Anzahl der tatsächlich gestohlenen Fahrräder liegt allerdings etwas höher, weil in vielen Fällen gleich mehrere Räder auf einmal entwendet werden – es aber bei der Polizei oft nur eine Anzeige gibt. Das am teuersten eingeschätzte Fahrrad in Grimmen, das Langfinger erbeutet haben, wird auf 1600 Euro geschätzt.

Auch in der Hansestadt Stralsund werden immer weniger Fahrräder gestohlen. Dort sank die Zahl der Diebstahl-Anzeigen – von 256 (bis Ende August 2015) auf 206 (2016). Der positive Trend zeichnet sich auch hier seit etwa zwei Jahren ab. Maßnahmen der Polizei wie Fahrradkontrollen,-codierung, -streife und Verkehrsprävention erzielen offenbar positive Effekte.

Die Hansestadt gilt im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen trotz des Rückgangs als Schwerpunkt für Fahrraddiebstahl, das liege aber vor allem an der Vielzahl der Räder, die es dort gebe, sagt Ilka Pflüger, Sprecherin der Polizeiinspektion Stralsund.

Der Trend geht allerdings nicht überall in diese Richtung. An den Küsten des Landkreises Vorpommern-Rügen sind in diesem Jahr hingegen deutlich mehr Fahrräder gestohlen worden als noch 2015.

Besonders betroffen sind Ribnitz- Damgarten, der Fischland-Darß und die Insel Rügen. War der Trend beim Raddiebstahl jahrelang rückläufig, sind die Fälle nun zum Teil deutlich angestiegen.

Bis Ende August sind im Polizei- Revierbereich der Bernsteinstadt 67 Räder gestohlen worden. 50 Anzeigen liegen vor. „Viel zu viele“, sagt Polizeirevierleiter Marco Stoll. Im vergangenen Jahr seien es um diese Zeit 37 Diebstahlanzeigen zwischen Marlow und Ahrenshoop gewesen. Ähnlich sieht es auf Rügen aus. In Bergen hat sich die Vorjahreszahl der Diebstahlanzeigen von 15 auf 33 mehr als verdoppelt. Sassnitz verzeichnet vier mehr als noch 2015.

Und die Langfinger werden bei ihren Touren offenbar auch immer dreister. So holten sie in Ahrenshoop gleich drei Fahrräder vom Dachgepäckträger einer Urlauberfamilie. Die Feriengebiete seien besonders betroffen, viele Diebstähle passierten an Unterkünften oder auch an Parkplätzen und Strandzugängen. Wichtig ist laut Polizei vor allem eines: das Fahrrad richtig anzuschließen. Jedes sechste verschwundene Rad der Region um Ribnitz-Damgarten war in diesem Jahr nicht oder schlecht gesichert. Ähnlich sieht es in Stralsund, Grimmen und auf Rügen aus.

Polizeisprecherin Ilka Pflüger appelliert an die Besitzer: „Schließen Sie den Rahmen und die beiden Räder stets an fest verankerten Gegenständen an.“ Häufig würden Räder zwar mit Schlössern abgeschlossen, aber nirgendwo fest angeschlossen. Das heißt, sie können nach dem Motto „Gelegenheit macht Diebe“ weggetragen werden. Um die Suche nach gestohlenen Fahrrädern zu erleichtern, rät die Polizei dazu die Räder codieren zu lassen. Ein Foto und die Rahmennummer helfen ebenfalls.

Zwei teure Fahrräder haben Beamte der Bundespolizei Ende August beispielsweise bei einer Kontrolle an der A 20 auf dem Parkplatz Trebeltal wieder gefunden. In einem Auto befanden sich zwei neuwertige Fahrräder im Wert von 2400 Euro. Die Räder wurden durch die Autobahnpolizei Grimmen sichergestellt. Es stellte sich heraus, dass sie in Marlow gestohlen worden sind.

Halbe Million Schaden jährlich

15 Prozent der Fahrräder, die in den letzten Monaten im Bereich Ribnitz-Damgarten und Fischland-Darß gestohlen wurden, waren gar nicht angeschlossen oder nicht gesichert abgestellt.

Der entstandene Schaden durch Fahrraddiebstahl im Kreis Vorpommern-Rügen bewegt sich pro Jahr zwischen 500000 und 550 000 Euro. Bis Ende August 2016 kam ein geschätzter Schaden von 220 000 Euro zustande. Laut Polizeiinspektion Stralsund weichen die Schadenshöhen allerdings von denen der Versicherungen ab.

Die Polizei empfiehlt Fahrräder von Verkehrswacht oder Polizei kodieren zu lassen, damit gestohlene Räder besser gefunden werden können. Immer wieder werden auch Fahrräder gefunden, die nicht zugeordnet werden

können.

Virginie Wolfram

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