Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Retter üben auf Wasser und an Land

Stralsund Retter üben auf Wasser und an Land

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und der DLRG proben auf dem Dänholm die Zusammenarbeit für den Ernstfall

Voriger Artikel
Scheune mit angrenzendem Wohnhaus abgebrannt
Nächster Artikel
Polizei wertet immer mehr Handydaten aus

Rettungsnetz, Spinboard oder der Rücken des Rettungsschwimmers stehen zur Verfügung, um eine hilflose Person an Bord zu ziehen.

Stralsund. Ein Großaufgebot an Rettungskräften zog auf dem nördlichen Dänholm die Aufmerksamkeit auf sich. Regelmäßig treffen sich die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der DLRG zu gemeinsamen Übungen.

OZ-Bild

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und der DLRG proben auf dem Dänholm die Zusammenarbeit für den Ernstfall

Zur Bildergalerie

Andreas Redlich koordinierte hier die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr Stralsund. „So können wir nicht nur kleine Übungsabläufe simulieren, sondern großes Einsatzgeschehen proben, wie es im Notfall auch erforderlich ist“, erklärt er.

Erst nach dem Zusammentreffen bekamen die Gruppen die Aufgabenstellung. Ein Boot sei mit dem Bootsschuppen kollidiert, der daraufhin in Flammen aufging. Drei Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt in dem Gebäude aufhielten, haben sich mit einem Sprung ins Wasser gerettet. Der Weg zum Bootshaus ist außerdem abgeschnitten, da der Steg nicht mehr passierbar ist.

Sofort begannen die etwa 50 anwesenden Kräfte, die Aufgaben in drei Abschnitte einzuteilen. Von Land- und Wasserseite begannen die Freiwilligen Feuerwehren Stralsund und Altefähr mit ihrem Löscheinsatz, während die DLRG sich um die Rettung der im Wasser treibenden Personen kümmerte. Hans-Jürgen Höcker gab seinen DLRG-Leuten vom Steg aus die Anweisungen per Funk. „Die Schlauchboote sind im Einsatz für die Menschenrettung besser geeignet, die GFK-Boote können mehr Instrumente und Materialien an Bord nehmen“, erklärt Höcker. Per Rettungsnetz und Spinboard konnten die Opfer ins Boot geholt werden. „Solche Übungen sind nötig, um die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften zu verbessern“, meint der 56-Jährige. Die vermeintlichen Opfer in Seenot genossen ihre angenehme Aufgabe.

„Wir hatten ja eher den leichteren Teil der Übung zu absolvieren. Aber wir hatten ein gutes Gefühl dabei. Die Kollegen haben einen guten Job gemacht“, lobt Philip Wolff von der Freiwilligen Feuerwehr Altefähr.

Die Kollegen des THW waren mit ihrem Gerätekraftwagen plus Anhänger samt Einsatzgerätesystem vor Ort. In schnellster Zeit mussten sie damit den defekten Steg ersetzen. „Der Erfahrungsaustausch ist hier das Wichtigste. So weiß man, wer steht im Notfall mit welchen Gerätschaften zur Verfügung und wie kann man sich gegenseitig unterstützen“, erklärt Paul Queisler.

Aber auch die Außenwahrnehmung ist ein wesentlicher Aspekt, wie Mirko Marth, von der DLRG Samtens meint. „Hier sieht man, wie lange es dauert, bis alle vor Ort sind. Man sollte beachten, dass zu 95 Prozent Ehrenamtliche hier tätig sind.“

Mit dem Einsatz waren die Beteiligten zufrieden. „Die Übung wird natürlich noch Punkt für Punkt in den einzelnen Bereichen ausgewertet, aber wir können sagen, dass alle Aufgaben in einem angemessenen Zeitraum erfüllt wurden“, so Einsatzleiter Redlich.

Wenke Büssow-Krämer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bad Abbach/Riedenburg

Gleich zwei Passagierschiffe sind am Wochenende im niederbayerischen Landkreis Kelheim auf der Donau havariert. Eines prallte bei starker Strömung an einen Brückenpfeiler, das andere kollidierte mit einem Baugerüst. Alle Fahrgäste wurden in Sicherheit gebracht.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge