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SEK-Opfer klagt an: Es wirkte wie ein Überfall

Grevesmühlen SEK-Opfer klagt an: Es wirkte wie ein Überfall

Elite-Cops sollen 2012 das Haus von Siegfried Fischer gestürmt und ihn verletzt haben. Seither wartet der Grevesmühlener auf eine Entschädigung. Denn er sei unschuldig gewesen, sagt er.

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Vermeintliches SEK-Opfer: Siegfried Fischer (60) aus Grevesmühlen.

Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Grevesmühlen. „Ich dachte, es wäre ein Überfall“, sagt Siegfried Fischer. Doch es seien Elite-Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK), die ihn am 13. Juli 2012 gefesselt aus seinem Haus gezerrt und ihm dabei den Fuß gebrochen haben sollen. „Obwohl ich nichts getan hatte, behandelten sie mich wie einen Schwerverbrecher“, sagt Fischer. Eine Entschädigung habe er bis heute nicht bekommen, auch keine Entschuldigung.

Seine Ex-Frau habe ihn damals bei der Polizei angeschwärzt, behauptet, er hätte scharfe Waffen im Haus. „Obwohl sie genau wusste, dass es nur Attrappen sind“, betont Fischer. Statt vernünftig zu ermitteln, hätten die Beamten kurzerhand sein Haus gestürmt. Danach sei er wegen des Fußbruchs lange krank geschrieben gewesen, hätte am Ende seinen Job als Hausmeister verloren und muss in psychologische Behandlung. Trotzdem habe er den Vorfall noch nicht immer nicht verarbeitet.

Wie viel Entschädigung wegen schief gelaufener Polizei-Einsätze gezahlt werden muss, kann das Landeskriminalamt (LKA) auf OZ-Anfrage nicht mitteilen. „Aber jedes vermeintlich unschuldige Opfer kann seine Rechte geltend machen“, betont Behördensprecher Michael Schuldt. Die Beamten würden jedoch immer mit Augenmaß vorgehen und von der örtlichen Polizei um Hilfe gebeten. Wohnungen würden unter anderem gestürmt, wenn scharfe Waffen darin vermutet werden. „Da wäre es für die Beamten ein zu hohes Risiko an der Haustür zu klingeln“, sagt Schuldt. Wegen falscher Informationen oder Beschriftungen könne es durchaus zu Verwechslungen kommen. „Aber sobald die Beamten das merken, brechen sie den Einsatz sofort ab.“

Zum Einsatz in Grevesmühlen kann das LKA keine Informationen geben.

Von Schroeder, Kerstin

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