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Sicherheit beim Schwedenfest: Polizei und Stadt gut vorbereitet

Wismar Sicherheit beim Schwedenfest: Polizei und Stadt gut vorbereitet

Für das viertägige Fest wurde das Sicherheitskonzept neu bewertet / An den Abenden gibt es Kontrollen auf dem Marktplatz / Parkplätze in der Altstadt werden knapp

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20000 Menschen feierten im vergangenen Jahr bei der NDR-Sommertour Musiker Andreas Bourani auf dem Wismarer Marktplatz. Damit bei solchen Menschenmassen alles reibungslos abläuft, gibt es ein Sicherheitskonzept für das Schwedenfest.

Quelle: Fotos: Nicole Hollatz (1), Oz (2)

Wismar. Mehr als 100 000 Besucher werden zum diesjährigen Schwedenfest vom 18. bis 21. August in Wismar erwartet – das erfordert Regeln für einen reibungslosen Ablauf. Sicherheit wird während der viertägigen Feier groß geschrieben. „Ein Sicherheitskonzept hatten wir natürlich schon in den vergangenen Jahren“, erklärt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). „Doch gerade in der aktuellen Zeit nach München, Nizza und Ansbach spielt das Thema eine besonders wichtige Rolle.“ Auch in der Hansestadt. „Das sind wir der Bevölkerung schuldig“, sagt der Bürgermeister.

OZ-Bild

Für das viertägige Fest wurde das Sicherheitskonzept neu bewertet / An den Abenden gibt es Kontrollen auf dem Marktplatz / Parkplätze in der Altstadt werden knapp

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„Deshalb wird am Freitag und am Sonnabend streng kontrolliert.“

Bereits in den vergangenen Jahren wurde der Marktplatz an den beiden Tagen mit Abendprogramm ab dem späten Nachmittag abgesperrt. Zutritt gibt es dann nur nach einer Kontrolle. „Das hat sich bewährt und das werden wir auch beibehalten“, betont Theresa Eberlein, Veranstaltungsmanagerin der Hansestadt. Glasflaschen sind verboten, gefährliche Gegenstände wie Messer sowieso.

Geschultes Sicherheitspersonal wird die Kontrollen durchführen. „Wir bitten die Besucher des Schwedenfestes um Verständnis, die Vorgaben zu respektieren und den Hinweisen der Ordner Folge zu leisten“, heißt es von der Stadtverwaltung. Wichtig sei auch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei. „Das läuft sehr gut“, sagt Beyer.

In der Polizeiinspektion Wismar fand nach den Ereignissen der vergangenen Wochen eine Neubewertung der Einsatzplanung und eine Einschätzung potenzieller Gefährdungen statt. „Zum jetzigen Zeitpunkt liegen jedoch keine Erkenntnisse auf eine konkrete Gefahrensituation vor. Dies vollkommen auszuschließen ist aber nicht möglich“, sagt Sprecherin Nancy Schönenberg. „Die Anzahl der Einsatzkräfte wurde unter Berücksichtigung dieser Faktoren daher angepasst.“ Ein offensives Auftreten der Polizei werde trotzdem nicht erfolgen. Für das Veranstaltungsgelände ist eine Sicherheitsfirma mit eigenem Sicherheitskonzept zuständig, die eingesetzten Polizisten werden diese unterstützen. Zusätzliche polizeiliche Kontrollen wird es nicht geben.

Kriminaloberrat Matthias Reinick, Leiter der Führungsgruppe und stellvertretender Leiter der Inspektion in Wismar, schätzt die Situation folgendermaßen ein: „Die Polizeiinspektion Wismar begleitet das Schwedenfest bereits viele Jahre. Natürlich erfordern die Ereignisse der vergangenen Wochen eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage, wie Großveranstaltungen besser geschützt werden können – ohne den Volksfestcharakter zu beeinträchtigen.“ Seine Botschaft an die Besucher des Schwedenfestes lautet: „Die Polizei ist da und sie ist vorbereitet. Sie wird aber nicht offensiv in Erscheinung treten.“

Die Hansestadt wird zum Fest voll, auch mit Autos. „Wir bitten alle Besucher aus Wismar und der Umgebung, ihr Fahrzeug zu Hause stehen zu lassen“, lautet die Aufforderung von Theresa Eberlein. „Die Stadt wird voll und durch die laufenden Baumaßnahmen ist die Parksituation noch stärker eingeschränkt, als in den Vorjahren.“ Wer also die Möglichkeit habe, der solle zu Fuß, per Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt kommen. Ein Shuttle-Service werde erfahrungsgemäß nicht angenommen. „Die Wege in Wismar sind kurz. Deshalb hoffen wir, dass die Einwohner unserem Appell folgen werden“, sagt Eberlein.

Höhepunkte auf der Bühne

Donnerstag, 18. August: 18 bis 22.30 Uhr, Auftaktprogramm mit „Sabine Fischmarkt“ und „Midnight Smile“.

Freitag, 19. August: 16 bis 17.30 Uhr Eröffnungszeremonie. 20 bis 23 Uhr „48 Stunden“, „Marius Müller-Weitersagen“ und „Sebastian Hämer & Band“. 23 Uhr Höhenfeuerwerk.

Sonnabend, 20. August: ab 19 Uhr NDR-Sommertour mit Sasha und Max Mutzke.

Sonntag, 21. August: 14.30 bis 16 Uhr Programm für Kinder, 16.15 bis 18 Uhr Shantychor „Blänke“, „Jazz ‘n Others“.

Vanessa Kopp

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