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Sieben Einbrüche in Häuser: Polizei rät zum Schutz

Nienhagen/Wittenbeck Sieben Einbrüche in Häuser: Polizei rät zum Schutz

Fenster und Türen lassen sich mit einfachen Mitteln sicher machen

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Der Täter hat ein Loch gebohrt und mit Hilfe eines Drahtes den Fensergriff bewegen können.

Quelle: Foto: Polizei

Nienhagen/Wittenbeck. Seit Ende Februar sind bei der Polizei Bad Doberan vermehrt Einbrüche gemeldet worden, die dasselbe Vorgehen aufweisen. Sieben waren es insgesamt in den letzten drei Wochen – vier im Ostseebad Nienhagen, drei in Wittenbeck. Der oder die Täter drangen immer über die Fenster oder Terrassentür mithilfe von Bohrmaschinen ein. Dabei können Bürger mit wenigen Hilfsmitteln Einbrüche vorbeugen, teilt die Polizei Bad Doberan mit.

Sie kommen in der Nacht, bohren ein kleines Loch unter dem Fensterhebel oder den Terrassentürgriff und schieben mit Hilfe eines Drahtes den Hebel in die richtige Position, sodass sich das Fenster öffnet. Das sei eine Sache von Sekunden, erläutert Polizeisprecher Gert Frahm. Mit dieser Methode wurde beispielsweise in der Nacht zum 13. März in zwei Einfamilienhäuser in Nienhagen eingebrochen.

Während die Bewohner schliefen, kamen der oder die Täter durch die Terrassentüren ins Hausinnere und entwendeten in einem Fall Tasche und Geldbörse, im anderen zwei Smartphones. Gleiches Vorgehen beim Einbruch in einen Friseurladen und eine Pizzeria in Nienhagen in der Nacht zum 27. Februar sowie in zwei Einfamilienhäuser und einen Gewerbebetrieb in der Nacht zu Donnerstag in Wittenbeck.

„Es gibt keine Hinweise, dass der oder die Täter Personen angreifen wollten. Der Einbruch ist eine schnelle Sache“, sagt Gert Frahm.

Aber: „Es gibt einfache Sachen, mit denen man sich schützen kann.“ Die Polizei rät daher beispielsweise zu einem abschließbaren Fenstergriff. Den gebe es zu kaufen, und er lasse sich einfach auf den vorhandenen Griff anbringen. Die Möglichkeit, dass der Täter mit Hilfe des Drahtes den Hebel bewegen kann, sei sehr gering.

Schützen könne man sein Haus auch mit einem Türsensor. Dieser wird vor dem Schlafengehen angeschaltet. Wird die Tür geöffnet, ertönt ein Alarmsignal. Das reiche oft schon aus, um den Täter in die Flucht zu schlagen. Die Türsensoren kosten zum Teil zwischen zehn und zwölf Euro, so die Polizei. Nicht zu bezahlen ist jedoch der wachsame Nachbar. Wenn fremde Leute auf dem Gehöft auffallen, Autos mit fremden Kennzeichen bemerkt werden, sollte das der Polizei gemeldet werden. Möglicherweise falle dann auch auf, dass das gleiche Kennzeichen an mehreren Tatorten gesehen wurde, so die Polizei.

Während 2016 in der Region Bad Doberan keine Einbruchserie registriert wurde, sah es im Landkreis östlich von Rostock anders aus. Vom 1. November bis 20. Dezember hatte es in der Stadt und im Landkreis Rostock bereits 50 vollendete oder versuchte Wohnungseinbrüche gegeben. Der Täter wurde noch nicht gefasst.

Ob der oder die Täter bestimmte Häuser jetzt in der Region Bad Doberan im Visier haben, sei laut Polizei noch nicht zu erkennen. Bisher waren Einfamilienhäuser sowie Gewerbeimmobilien betroffen. Die Einfamilienhäuser seien immer eineinhalb bis zweigeschossig gewesen und standen Richtung Feldkante. So sei für die Täter ein zweiter Fluchtweg offen. Wenn jemand einen Einbrecher in seinem Haus bemerke, solle er sich bemerkbar machen, das Licht anschalten.

Anja Levien

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