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So wappnen sich Senioren gegen den Enkeltrick

Grevesmühlen So wappnen sich Senioren gegen den Enkeltrick

Die Polizei meldet immer Delikte von Betrugsmaschen am Telefon - auch in Nordwestmecklenburg.Vor allem ältere Menschen sind betroffen. Seniorensicherheitsberater klären mit Vorträgen auf.

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Immer mehr Betrüger wollen mit dem so genannten Enkeltrick am Telefon Geld von älteren Menschen erbeuten.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Grevesmühlen. „Hallo, ich bin’s“ – so beginnen die Täter ihre Telefonate, wenn sie vor allem von älteren Menschen viel Geld ergaunern wollen. Die Masche ist immer dieselbe. Die Anrufer vermuten einen Verwandten und fangen an, sich auf ein Gespräch einzulassen. Immer öfter haben Betrüger damit Erfolg. 640 000 Euro haben sie damit 2015 in ganz Mecklenburg-Vorpommern erbeutet – auch im Kreis Nordwestmecklenburg. Daher setzt die Polizei jetzt vermehrt so genannte Seniorensicherheitsberater ein.

Einer von ihnen ist Hartmut Höppner. Den etwas sperrigen Titel nimmt der 62-Jährige sehr ernst. Regelmäßig hält der pensionierte Polizeibeamte Vorträge zur Kriminalitätsprävention – vor allem für ältere Menschen. Zuletzt sprach er im Grevesmühlener Vereinshaus über den „Enkeltrick“ und gab seinen Zuhörern Tipps, um sich gegen Taschendiebe zu wappnen.

Seit 2015 werden in Mecklenburg-Vorpommern Seniorensicherheitsberater eingesetzt. Bereits vor ein paar Wochen warnten die Polizeiinspektionen vermehrt vor den kriminellen Anrufen. In einigen Regionen haben sie sogar sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. „Jedoch werden uns nicht alle Fälle gemeldet“, sagt Nancy Schönenberg, Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar. Nicht immer zeigen die Opfer den Betrug an.

Organisiert werden die Vorträge vom Grevesmühlener Seniorenbeirat. „Wir bemühen uns um regelmäßige Veranstaltungen“, sagt Vorsitzender Karl-Ludwig Gädert. Und: der Zulauf stimmt. Bis zu 100 Gäste besuchen die Veranstaltungen.

Von Michaela Krohn

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