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Spatzennest-Kinder zurück in ihrer Kita

Grimmen Spatzennest-Kinder zurück in ihrer Kita

Wegen Schimmel im Gebäude wurden die Knirpse länger als ein Jahr auswärts betreut

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Juhu! Nicht nur in der Kindertagesstätte sondern auch auf dem großen Hof können die Knirpse jetzt wieder toben.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Richtig ausgelassen tobten die Knirpse der Kindertagesstätte „Spatzennest“ gestern Morgen auf dem großen Hof der Einrichtung. „Wir waren ganz doll lange nicht hier“, erklärte die sechsjährige Khira Opitz die Freude der Mädchen und Jungen.

Teure Sanierung

1998 wurde die Kita von der Stadt neu gebaut. Sie befindet sie sich in Trägerschaft des Internationalen Bundes (IB).

Bis zu 87 Mädchen und Jungen vom Krippen- bis zum Vorschulalter können in der Kita betreut werden.

750000 Euro kostete die Sanierung der Kita insgesamt.

Exakt seit dem 29. Juli des vergangenen Jahres war die Kindereinrichtung, die vom Internationalen Bund (IB) betrieben wird, aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen. Im Juni des vergangenen Jahres war Schimmel in dem 1998 errichteten Baukörper festgestellt worden – verursacht durch einen Wasserschaden. Die damals etwa 90 Kita-Knirpse mussten in wesentlich kleinere Unterkünfte umziehen und wurden in ehemaligen Vereinsräumen und zunächst auch noch zusätzlich in einer Wohnung betreut.

„Ich bin froh, dass dieses leidige Kapitel ein Ende findet“, sagte Benno Rüster (55, CDU), Bürgermeister der Stadt Grimmen, die Eigentümer der Immobilie ist, vor kurzem im OZ-Interview. Ursprünglich waren drei Monate in den Übergangslösungen geplant, später dann sieben. Daraus wurde schließlich mehr als ein Jahr.

Schimmelfrei war die Kita bereits im Januar, dann musste der Großteil des Innenausbaus erneuert werden. Die Kosten für die Sanierung stiegen von geplanten 500000 auf 750000 Euro. Wie Benno Rüster informierte, lag dies daran, dass zum einen im Laufe der Bauarbeiten immer mehr Schäden sichtbar wurden und auch die Preise in der Baubranche gestiegen sind.

„Die Kinder waren heute Morgen total aufgeregt, weil sie hier einfach viel mehr Platz zum Spielen haben“, sagte Erzieherin Karin Kutschke. Seit mehreren Wochen liefen die Vorbereitungen für den Umzug zurück ins Spatzennest. „Unsere Hausmeister haben hier seit Wochen täglich geschuftet. Wir haben am Freitag die letzten Kartons rübergebracht. In den nächsten Wochen ist aber noch einiges zu tun, bis wir wieder richtig angekommen sind“, erklärte Kita-Leiterin Conny Abs-Wolter gestern und beschrieb: „Wir müssen jetzt mal schauen, was wir dann noch neu anschaffen müssen.“ Denn viele der Spielsachen und Einrichtungsgegenstände mussten aufgrund des Schimmels erneuert werden.

Doch für die Jungen und Mädchen war die Welt gestern schon wieder in Ordnung. „Wir mussten immer zum Spielplatz laufen. Jetzt können wir wieder in unserem alten Kindergarten toben“, freute sich nicht nur Pia Meier. Während der Übergangszeit waren die Kinder im gleichen Stadtteil untergebracht und nutzten einen öffentlichen Spielplatz. „Jetzt haben wir wieder ganz viel Spielzeug und unsere Roller und Autos“, schwärmte Malte Klatt, sprang erneut auf den knallroten Roller und kurvte über das Gelände.

„Dies ist das Schönste für unsere Kinder. Wir haben direkt am Haus wieder einen großen Hof und unsere Spielgeräte für draußen“, sagte Erzieherin Karin Kutschke.

Raik Mielke und Almut Jaekel

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